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Johann Adam Pupikofer : Beiträge zu seiner Lebensbeschreibung / von Dr. Johannes Meyer
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wie das ja allgemein, mehr als man ahnt, in dem Alter von10t3 Jahren geschieht, mit Eifer anzuknüpfen suchte. Dergleiche Trieb zog auch eine Anzahl Knaben in meine Freund-schafts-Sphäre, und alle schienen sich dies zur Ehre anzurechnen;denn ich stand schon lange im Rufe einer außergewöhnlichenGeschicklichkeit, die allen damals schon größere Erwartungen vonmir einflößte, als die waren, zu denen sie meine niedrige Geburtbestimmte. So kam es, daß ein Knabe des Schulmeisters inHolzmannshaus einen Briefwechsel mit mir anzuknüpfen suchte,ohne daß ich ihn je vorher gesehen oder mit ihm gesprochenhatte; unsre Herzen empfanden freilich so wenig Neigung zueinander, daß es offenbar war, sein Vater oder sein Bruderseien eigentlich die Urheber unsers papiernen Verhältnisses, was^sich vorzüglich aus den fremden und gelehrten Worten undRedensarten, die oft in den Briefen vorkamen, erweisen liesseEs ist begreiflich, daß eine solche Freundschaft keinen Bestandhatte.

Inzwischen war unsre Familie auf vier Kinder angewachsen.Vater und Mutter mußten, ob sie gleich nicht gerade in dürf-tigen Verhältnissen lebten, sich doch wacker ins Zeug werfen, umden Haushalt vorwärts zu bringen. Es stellte sich allmüligheraus, daß ich mit meiner etwas schwachen Konstitution zumFeldbau und andern mühsamen Handarbeiten nicht recht geeignetsei, daß aber meine guten Geistesanlagen mich für einen ent-sprechenden Beruf wohl tauglich machten. Mein Vater meintedaher, ich sollte mein Brot als Schreiber in einem Geschäfteverdienen können, und ich war auch damit einverstanden. Zudiesem Zwecke sollte ich aber noch ein wenig besser geschult werden,und man kam deshalb überein, mich nach Frauenfeld in dieSchule zu schicken.