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Johann Adam Pupikofer : Beiträge zu seiner Lebensbeschreibung / von Dr. Johannes Meyer
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nachten 1792 unter Dach kamen und im folgenden Jahre bezogenwerden konnten. Zu Lichtmeß 1790 wurde das Einkommen des Unter-lehrers auf 250 Gulden, dasjenige des Oberlehrers auf 300 Guldenerhöht, zugleich aber beschlossen, daß die Mädchen von den Knabengetrennt und außer in den erforderlichen Schulfächern in der Führungemes Haushaltungsbuches und im Nähen und Stricken unterwiesenwerden sollten. Diese Mädchenschule wurde später in das Haus, inwelchem jetzt die Apotheke des Herrn Schild sich befindet, verlegt. AlsUaterlehrer wurde am 1. Sept. 1785 Adam Gubler von Osterhaldenbestellt; als Oberlehrer amtete nach dem Tode des Präceptors Möri-koser (ch 1790) der Chirurg Rudolf Dumeli (vom 9. Februar 1790bis 8. Jan. 1794), der mit 3 Louisdor pensioniert wurde; nach ihmwurde eine Zeitlang die ganze Knabenschule von dem Lehrer Gublerbesorgt. In der Mädchenschule wohnte und unterrichtete DanielKappeler von 1796 bis 1832.'°) An Gublers Stelle kam im I.1811 der Präceptor Konrad Tuchschmid von Raapersweil.

Die evangelische Lateinschule war eigentlich nichts anderes alswas wir heutzutage eine Sekundärschule nennen; man lehrte und lerntedarin: Religion, Lateinisch, Französisch, Geschichte, Geographie, Arith-metik und Schreiben. Die Besoldung des Provisors, wie hier derLehrer hieß (gewöhnlich war es ein Theologe) betrug 253 GuldenFixum und dazu von jedem Schüler einen Gulden Schulgeld. Provi-soren waren: Jakob Gntmann 1781—1785, Hans Locher1785—1786, Jakob Deggeler 1786—1797, Georg Kappeler1797—1804, I. C. Hüfeli 1804—1808. Als dieser letztere durch einGedicht „der Janustempel" im St. Galler Erzähler den Kriegsdurstund seine verderblichen Folgen schilderte, entgreng er einer härternAhndung nur schwer.'') Auf ihn folgte im Herbst 1809 als ProvisorNiklaus Luttringshausen, der seit 1807 Vikar in Bremgarten gewesen war. Er blieb nur bis Ende September 1810, und nachherversah Georg Kappeler die Stelle noch einmal, aber nur provisorischunter der Bedingung, daß er nicht mehr als 22 Stunden zu gebenhabe und diese im Pfarrhaus« halten dürfe.

'°) Ueber ihn und seine Lebensumstande ist nachzusehen Heft 34,S. 7—9, wo noch beizufügen ist, daß, nachdem er seine Ausbildung inZürich vollendet hatte, er zwei Jahre lang eine Hauslehrerstelle inGlarus inne hatte, und dann erst die Stelle in Frauenfeld 1796 antrat.

") Einige Notizen über Häfeli (ch 30. Okt. 1812) finden sich in derBeilage zu Nr. 48 der Thurg. Ztg. v. 1812 aus dem St. Galler Erzähler.