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Generalbericht / herausgegeben von der Ausstellungsdirektion [der] VII. Schweiz. Ausstellung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau vom 18.-27. September 1903 in Frauenfeld
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nach unten viel ausgeprägter, und häufig wurde unregelmäßigeLochung, hie und da kleine Spalten (Krähenpick), glänzendeLochung, unebene Lochung und selbst eigentliche Gläs angetroffen.Man sieht daraus, wie schwer es selbst den auserlesensten Käsereienfallt, eine tadellose Lochung herauszukäsen. Da die regelmäßigeLochbildung mit der richtigen Reifung im Zusammenhänge steht,müssen wir auch hier sagen, daß die Kunst des Käsers nicht allesvermag. Manches Mulchen wird zwar durch die nutzlosen Versuchedes Käsers, die Lochung herauszubekommen, erst recht verpfuschtbezw. überheizt und erhält dann einen ausgedörrten, kurzen, salz-steinigen und aromalosen Teig. Besser noch ein feiner Teig mitkleiner Lochung, als ein vertrockneter Gläsler. Es wäre wohl wtinsch-bar, wenn die Anforderungen an den Stich ermäßigt werden könnten;aber wer das Handelsgeschäft kennt, weiß, daß dies ein frommerWunsch bleiben muß. Einzig durch Gewinnung einer soliderenMilch können wir die Beschaffenheit des Käseteiges für eine richtigeLochbildung günstiger gestalten. Feinheit und Geschmack sindin manchen Beziehungen zusammenhängende Faktoren und ließenim allgemeinen weniger zu wünschen, als der Stich. Immerhin istnicht zu vergessen, daß die meisten Käse sich gerade im bestenStadium befanden. Abzüge wurden gemacht wegen zu geringer Fein-heit oder bei unreinem Geschmack.

Für die Beurteilung der Kollektivaussteller hat das Preis-gericht beschlossen, es sei die mittlere Punktzahl zu berechnen.Dieser Beschluß wurde gefaßt, bevor die Resultate der Beurteilungzusammengestellt waren. Es ist nun aus der Preisliste ersichtlich,daß die mittleren Punktzahlen der Kollektivaussteller sehr nahe bei-einander sind, namentlich die im ersten Range stehenden. Auch sindziemlich alle Landesteile mit den höchsten Punktzahlen beteiligt.Sollen wir daraus schließen, daß das schweizerische Flachland nun-mehr in seinem ganzen Gebiete auf der gleichen Stufe angelangt sei?Nur auf Grund der Ausstellungsergebnisse wäre dieser Schluß zwarkaum gerechtfertigt. Es ist eben zu beachten, daß die Ausstellungs-käse immer ausgelesene Stücke sind. Ferner ist in Betracht zu ziehen,daß einzelne Gegenden Vorschauen abhielten, andere nicht. DerKanton Thurgau ist beispielsweise mit der Kollektivausstellung ansEnde gekommen, weil durch eine allzurührige Propaganda Ausstellerherbeigezogen wurden, die besser zu Hause geblieben wären. Ohne