230
III. Forstschutz.
Vor allem ist hier zu erwähnen die sorgfältig geordnete Sammlungschädlicher und nützlicher Forstinsekten, welche an den einheimischenNadelhölzern Vorkommen, gesammelt von Herrn Prof. Dr. Standfußam entomologischen Institut des eidgenössischen Polytechnikums.Die übersichtliche Darstellung nach Holzarten mit Fraßstücken unddie äußerlich durch farbige Etiketten vollzogene Ausscheidung in„öfter schädliche“, „bisweilen schädliche“, „selten schädliche“ und„nützliche“ Arten erleichtert den Anschauungsunterricht und verdientalle Anerkennung.
Wissenschaftlich hochinteressant und neu waren die von HerrnProf. Dr. Fischer, Direktor am botanischen Institut der UniversitätBern , ausgestellten Illustrationen mit lebenden Weißtannen-Hexen-besen. An mehreren, durch ihn künstlich infizierten jungen Weiß-tannen waren die Anschwellungen (jungen Krebsbeulen) deutlichsichtbar und damit die Zusammengehörigkeit dieses Pilzes mit demauf der Sternmiere (Stellaria nemorum) vorkommenden zum ersten-male erwiesen.
Weitere Pflanzenkrankheiten waren aus einem Herbarium desHerrn Bezirksförsters Gyr ersichtlich.
An Längs- und Querschnitten aufgetrennter hohler Baumabschnittezeigte Herr J. Keller in Frauenfeld die Wohnungen unserer Höhlen-brüter und an künstlich nachgeahmten Nistkasten deren Ersatz. Einevielbeachtete Kollektion ausgestopfter einheimischer Vögel von HerrnHugelshofer trug wesentlich zu der schönen Dekoration bei.
IV. Holzhauerei und Transport.
Zur Fällung und Aufarbeitung des Holzes bedarf es zweckmäßigerund guter Werkzeuge. Was bequeme Handhabung, Qualität undLeistungsfähigkeit anbetrifft, war Nordamerika in den letzten Jahr-zehnten vorbildlich. Neben mehreren Privaten hatte namentlich dieeidgenössische Forstschule mit ihrer reichhaltigen Sammlung dieneuesten und gebräuchlichsten Werkzeuge dieser Art nebst schönenModellen ausgestellt.
Als etwelchen Ersatz des Waldteufels brachte die Stadtforst-verwaltung St. Gallen eine gut konstruierte, leicht transportierbare