144
legte daher besondern Werth darauf, Lucern wieder zu gewinnen.Da Unzufriedenheit mit der Stellung zur Herrschaft war benutztworden, die Losreißung herbei zu führen, so versuchte der Herzogden Weg der Zugeständnisse. Allein, vorher mußte von Seitender Waldstätte für Sicherheit gesorgt werden: in Schwiz und Un-terwalden. Dazu half Ludwig von Baiern, jetzt mit Oesterreich be-freundet, von jenen längst anerkannt; Uri als Reichsland standohnehin unter seinem Machtworte. So kam es durch Bevollmäch-tigte sowohl Ludwigs als der Herzoge zu einer Verständigung überdie Rechte derselben in den Waldstätten, worüber eine Kundschaftaufgenommen und besiegelt wurde. Für Oesterreich waren derRitter Johannes Truchseß von Dießenhofen und Johannes vonArwangen mit der Sache beauftragt. *) Bald hierauf verschwindetder Truchseß Johannes aus den Urkunden.
Derselbe war vermählt mit Elisabeth, einer nahen Verwand-ten Jakobs von Rinach, des Propstes zu Bero- Münsters) Siestarb aber frühe, I und es findet sich keine Spur, daß ihr Ge-mahl in eine zweite Ehe getreten wäre. Truchseß Johannes hattesechs Söhne: Ulrich, Gottfrid, zwei Johannes, Cunrat und Heinrich/)welche letzte beide sich dem geistlichen Stande widmeten.")
Urk. Winterthur am 4. Herbstmvnat 1334: Gschfrd. XVkk. 258.Tschudi I. 334, b.
-) In einer Urk. des Stiftsarchiv Münster vom 16. Henmonat 1340heißt der Chorherr Heinrich: „des Truchsessen von Dießenhofen sun." Es istalso ungewiß, ob Johannes damals noch am Leben war. S. die Anm. 6.
2 ) Urk. des Propstes Jakob von Ninach, Münster am 2. Winterm. 1349:St. A. Münster; Geschichtsfrd. X. 31 — 35, S. 34. Der Verfasser halt siefür eine Vaters-Schwester des Propstes.
<) Das Jahrzeitbuch von Bero- Münster (Geschichtsfrd. V. 101) sagt:„4nno »ei. 1403 0. ülizsbslli, vxor guomism vgpikori cke Oiessonboven,mster v. lleinriei Ospiksri, olim Imjus kvolosiv Oustockis, ckootoris cksors-torum.^ Die Jahrzahl 1403 ist aber unrichtig; sie ist in der Urschrift 1303,aber sehr schwer lesbar.
5) Die beiden ersten in der Urk. Salzbnrg 1362, 7. Hornung; bei Tschndi I.455, s; Johannes in der Urk. Constanz 1359, 23. Hornung: ^i-Kovis V.149. Ueber Heinrich: Urk. 1325: St. A. Münster. Uebrigens ist Lucelin.Lonstkmt. KIwnmis, k. UI. 34 berücksichtigt.
°) Im Jahre 1342 theilten die Sohne des Truchsessen Johannes sich „indas väterliche Erbe also, daß Gottfrid nnd Johannes ihren Brüdcrn