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Heinrich der Truchsess von Diessenhofen, der Zeitbuchschreiber / von J.L. Aebi
(Chorherr in Münster)
Entstehung
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1 .

Heinrich Truchseß von Aießenhofen.

Die Lebensverhältnisse.

Unter den hervortretenden Männern der alten Stift Bero-Münster nimmt Heinrich der Truchseß von Dießenhofen eine be-merkenswerthe Stelle ein.

Schon sehr frühe treten bei den deutschen Königen und Für-sten dieHofümter" auf. So hatten die Grafen von Kiburg ihreHofbeamten, die alle ohne den Kämmerer sich nachweisen lassen.

Truchsesse der Grafen von Kiburg waren am Ende deseilften und Anfange des zwöften Jahrhunderts die Ritter von Jttin-gen im Thurgau . 2) Wer nach ihnen das aufgegebene Hofamt übernahm, ist unbekannt, doch waren es Ritter aus der GrafschaftKiburg und der Landgrafschaft Thurgau, oder nach der Mitte deszwölften Jahrhunderts auch aus dem Argau. Denn Graf Hartmanvon Kiburg war vermählt mit der Gräfin Nichenza von Lenz-burg, einer Tochter Arnolds. Als dann des letztem Bruder,Rudolf, von seinem Sohne Ulrich, dem Markgrafen von Toscana,beerbt wurde, und Richenza diesen ebenfalls beerbte, so kamendie Lenzburgischen Besitzungen zwischen der Ära und Limmag anihren Gemahl, den Grafen Hartman von Kiburg.'")

') ksrtoläus pinesrna: 1180,22. Aug. Geschfrd. IX. 197. OIiuno gincerns,Ootkistäu« äs lltrin^en vapjfer: 1223, 25. Mai: Stiftsarchiv B. Münsteru. üie»§. II. 147. Vollsten« äs NellinASii marsoliale. 1259, 1. Horn. üisuA, Hlons p, 272 aus d. Arch. Wettingen , Oietiielmn« mile« pincerna äskiliureli: 1252, 8. Dec. Ilxtt. II. 299.

-) S. Anmerkg. 2. Seite 138.

2 ) Bluntschli, B., Rechtsgesch. der Stadt n. Ldsch. Zürich . I. S. 21. Bgl.Anzeiger f. schweiz . Gesch. Jahrg. 1876. S. 219.

Er erscheint urkundlich zuletzt im Jahre 1180, 22. August: Geschichts -frcnud IX. 197.

Ära (Ara), ist Hoch-Wasser. In Baden heißt der dortige Fluß Lim-mig, was aus Limmach entstanden. Ueber die Sache: Kopv II 1, 319. 316.Ulrich, der letzte Graf von Lenzburg , war im I. 1172, 8. Weinmonat ge-storben. Göldlin, Sol. Wbl. S. 36.