16
uns keine Rede. Wir blieben ganz einfach bey demSchöpfcrwortc stehen: -n bist Erde, und sollst wiederzu Erde werden.. Aber wir sehen die Sache mit Christ-lichen Augen an — und da wird uns alles, was mitunserm Abschied von der Erde auch nur in einigem Zu-sammenhange steht, selbst der Ort, wo man einst unsernmüden Leib hinlegen wird, wichtig. Mag der Unglück,liche Zweifler, dem Vernunft und Bibel keine genügen-den Beweise für die Unsterblichkeit seiner Seele geben,unter den Grabesbügeln ewige Kerker, grauenvolle Stät.ten ewlger Zernichtnng suchen — wir glauben an einenHerrn, der sein Volk dem Rachen des Todes zu entrei-ßen weiß. — Wir haben bereits sein seycrliches Wo«:ES kommt die Stunde, daß alle, die in den Gräber»sind , die Stimme des Sohnes Gottes hören und neuaufleben werden. Und so wird unö der Fricdhof ei»sehr lieber Ort, eine Stätte, die wir nicht fürchten,nicht abergläubisch fliehen, die wir aber auch nie ohneernste Gefühle, nie ohne wehmüthige Erinnerungen anunsre Vergänglichkeit, nie ohne erguickende Ahndungeneiner bessern und dauerhaften Hcimath betreten. — Indiesem Lichte erscheine denn du jetzt vor unsern Blicken,du neue Grabes,tätce, damit wir desto freudiger hinaus-eilen, und dich segnen.
Was fürchten wir noch des Grabes Schrecken!
Du schliefst auch einst im Grab, o Seclenfreuiid.
Mag sie doch unsre Hülle decken,
Die Erde, wann des Todes Nacht erscheint;
Der Gott , der dir das Leben wieder gab,
Walzt einstens auch den Stein von unserm Grab.
Amen.