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des Herrn; aber die Stille, der Friede, dieRuhe, die der Mensch hier findet, findet er sonstnirgends.
s. Heilige Stille des Himmels, du, inder der Mensch keinen unseligen Zerstreuungen mehrerligt; wo bist du ? Umsonst suche ich dich auf demSchauplätze dieses Lebens. Da hat jeder Tag seinePlagen und jede Nacht ihre Sorgen. Der schlummerndeSäugling kennt dich noch nicht. Der Jüngling scheutdich — der Mann im Sturme des thätigen Lebensvermißt dich. Selbst der Greis streckt vergeblich seineArme nach dir auö. Der Kranke auf seinem Lagerschmachtet nach dir, und selbst der Gefangene kann dichpicht finden. Der Weise, der Christ — er sucht dich —und wahr isr'S: er schmeckt auf Erden schon manche»sel'gcn Augenblick. Doch alle Freuden, die ihm werden,find ihm ein unvollkommneö Glück. Er bleibt ein Menschund seine Ruh nihmt in der Seele ab und zu. —Sey mir dagegen gegrüßt, du Gräberwelt! In deinemScbooße herrscht heilige Stille. Da find alle Seufzerverhallet, alle Klagen verstummt, alle Streitigkeitengeendet. Da ist der Frevler aufrührerisches Toben ge-stillt, und die Gebundenen hören nicht mehr die Stimmedes Treibers. Heilig ist des Todes Stille.
b. Und wo bist du, seliger Friede, du ewigesEnde alles menschlichen Streitens und HadernS? Ken-nen doch bald die Sterblichen deinen wahren Begriffnicht mehr — denn was ist ihr Thun? Beneiden, bringensie nicht einander um alles Erbenglück, die Völker?Wüten sie nicht oft wie wilde Thiere gegen einander,die Menscheuschaaren, ihrem eignen Glauben zu Trotz:Haben wir nicht alle einen Vater! Hat unS nicht ein