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Die Frau des Hauses.
das Bitten nichts nützte, versuchte es der Malaye mit Schimpfenund Fluchen, und schließlich griff er zu einer List, die dennauch zum Ziele führte. Der Affe war nämlich ein abgesagterWeiberfeind; ein Gegenstand seiner Antipathie war in derPerson einer kleinen Javanin, des Kammermädchens vonFrau Z., bald gefunden. Sie erschien bewaffnet mit einerblechernen Kehrichtschaufel und einer Bürste, die sie lärmendzusammenschlug, während sie dabei im Garten herumrannte.Der Affe stutzte, riß die gräßlichsten Grimassen und gingsofort auf den Leim, d. h. er machte sich mit solch blinderWut an die Verfolgung der lärmenden Jungfrau, daß ermit Leichtigkeit gefangen und an seine Kette gelegt werdenkonnte. Dort schnitt er erst ein sehr überraschtes und ent-täuschtes Gesicht und kratzte sich ärgerlich hinter den Ohren;bald aber sah ich ihn resigniert in einer Ecke hocken und neueEntweichungspläne schmieden.
Erhitzt von der kleinen Anstrengung — ich hatte wackermitgeholfen — suchte ich meinen bequemen Lehnstuhl wiederaus. Bald aber erschienen Arm in Arm meine gastfreund-lichen Wirte, die Frau des Hauses in reichster Toilette, diedemantblitzende Hand zum Willkomm entgegenstreckend, undich hatte nun zum erstenmale Gelegenheit, ein echtes Kindder Tropen näher kennen zu lernen. Die Heimat der FrauZ. ist Menado auf der Insel Celebes , woselbst ihre Elternzu den wenigen Eingebornen gehörten, die Bekenner desChristentums waren. Als die frühere Gattin eines Kapitäns,der auf eigenen Schiffen die asiatischen Meere befuhr, hattesie die chinesischen Hafenstädte und den ganzen hinterindischenArchipel aus eigener Anschauung kennen gelernt und erzähltemit Begeisterung namentlich von dem herrlichen Hongkong .Als ich vom lieben Vaterlande und von der Familie ihresjetzigen Mannes zu reden anfing, merkte ich bald, daß die