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Die früheren Besitzer von Arenenberg : Königin Hortense und Prinz Ludwig Napoleon / nach den Quellen bearbeitet von Johannes Meyer in Frauenfeld
Entstehung
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6. Augsburg und Arenenberg .

(7>ie Übersiedelung nach Augsburg , der altschwäbischen^ Stadt am Lech , die erst den 4. März 1806 zuBayern gekommen war, hatte für Hortense den doppeltenZweck, ihrem geliebten Bruder Eugen näher zu sein, undsodann nach einiger Zeit den Prinzen Ludwig in das dortigeGymnasium unterzubringen. Für jetzt freilich durfte dasletztere noch nicht stattfinden; denn der Junge verstand nochzu wenig Deutsch, um dem Unterricht in einer HähernLehranstalt folgen zu können. Da außerdem der AbbeBertrand seiner Aufgabe, den Knaben in seinen häuslichenArbeiten und Erholungen zu beaufsichtigen, nicht mehr rechtgewachsen schien, so hatte die Königin, wie früher (S. 250)erzählt worden ist, einen jüngern Gelehrten, namens PhilippLebas (1794—1860) angestellt, der erst im Jahre 1820nach Augsburg in seine Stellung als Hofmeister einrückte.Ich erlaube mir zu bemerken, daß manche Partien im Lebender Königin Hortense entweder durch Mangel an Zeit-angaben oder durch falsche Zeitangaben, die sich wie Tuberkelnbei den Autoren vererbt haben, nur mit Mühe im Zusammen-hang auffassen und darstellen lassen. Geradezu als Wildnisin der Chronologie erscheinen die Angaben über den Auf-enthalt in Augsburg ? Wie lange dauerte derselbe? Wann

' Auch der sonst ziemlich gut unterrichtete Jerrold erweist sich fürdiesen Zeitabschnitt als unbestimmt und unklar. Man vermißt hiersehr die Fortsetzung der Erinnerungen des Fräuleins Cochelet, welchedie Königin nach Augsburg begleitete, und noch mehr vermißt man dieso lange ersehnte Herausgabe von Hortensias Memoiren.