Solothurn , Museum, „Apräs-midi d'6t6' (Tempera, erworben 1912 vomBund).
Winterthur , Kunstsammlung im Museum, „Jeune fille ä la corbeille"(Oel , Geschenk 1917).
Rüegg, Ernst Georg Abb.s.43
Geboren 1853 in Mailand. Aufgewachsen im Kanton Zürich .Nach Besuch der Handelsschule in Neuenburg und Lehrzeitin einer Zürcher Rohseidenfirma besuchte Rüegg an derZürcher Gewerbeschule Abendkurse im Zeichnen und trieban der Kunstgewerbeschule heraldische Studien bei Prof. Dr.E. A. Stückelberg . Später studierte er an der Akademie inDresden und lernte Radieren bei Hermann Gattiker in Rüsch-likon. Seit 1905 war er zuerst im Kanton Schaff hausen, dann inZürich ansässig, wo er jetzt lebt. 1913 entstanden die Wandmale-reien am Regierungsgebäude und am Hedwigstift in Schaffhau-sen, 1914 am Regierungsgebäude in Herisau . Ferner stammenvon ihm dekorative Arbeiten an den Häusern der Stahlwerkeund im Casino zu Schaffhausen , sowie am Pestalozzischulhausin Zürich . Während der Kriegszeit machte Rüegg einen zwei-maligen Aufenthalt in Berlin , um in den dortigen Museenzu studieren und zu kopieren.
Rüegg pflegt in seiner Malerei (Oel und Aquarell) vor-nehmlich die Landschaft, das Interieur, das Figurenbild unddie Komposition; bedeutsam sind auch seine Zeichnungen,das radierte Werk und zahlreiche Ex-libris. 1910 gab er imSelbstverlag ein Gedichtbändchen .Landschaft' heraus undillustrierte Clara Forrers .Jungbrunnen".
Werke in öffentlichem Besitz:
Winterthur , Kunstsammlung im Museum, 8 Radierungen, 6 aqua-rellierte und kolorierte Zeichnungen.
Zürich, Kunsihaus, „Dämmerung im Ried" (Oel , erworben 1918).
Das vollständige radierte Werk.