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Mitte der fünfziger Jahre trat an die Seidenweberei dieForderung des Übergangs zum mechanischen Betriebe heran. Doch arbeitetesich dieselbe nur zögernd aus ihrer patriarchalischen Periode heraus. Aberals sich der Übergang, welcher ziemlich lange brauchte, vollzogen hatte,gelangte sie bald wieder zu voller Lebenskraft. Die mechanischen Stühlehaben sich seit 1889 um 78 vermehrt, während sich die Zahl derHandstühle im Gegensatz zu andern Ländern relativ nur unbedeutendverringerte, obschon auch bei uns das Verschwinden der Haudweberei nurnoch eine Frage der Zeit ist.
Der Exportwert von Seidenstoffen ist von 1890—1899 um 36,, °/„gestiegen. Die einzelnen Phasen dieser Entwickelung ergeben sich ohneweiteren Kommentar aus folgender Tabelle:
Mechan.
Stühle:
Hand-
Webstühle:
Arbeiter
Produktion:
Jahr:
Fabriken:
Fabriken:
in
Hausindustrie:
EingegangeneStücke:
1855
140
—
—
—
25,290
229,930
1868
72
—
—
—
22,103
188,108
1872
79
—
—
—
26,560
278,574
1885
94
3,151
30,398
5,563
42,425
434,808
1891
73
7,173
20,977
10,568
24,708
—
1900
83
13,325
20,961
15,475
24,816
48100,000 in
Die in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts im Rheintal auf-gekommene Beuteltuchweberei erfreute sich bis Mitte der siebenzigerJahre günstiger Bedingungen, indem sich die Schweiz gewissermaßen desMonopols der Versorgung aller Mächte der Welt mit Beuteltuch erfreute.Dann aber begannen Überproduktion und ausländische Rivalen auchdiesem Zweige, dessen Exportwert sich in den letzten 16 Jahren ungefährauf der Höhe von 4 Millionen erhielt, das Leben sauer zu machen.
Über die Entwickelung der Seidenzwirnerei gibt folgende TabelleAuskunft:
Zwirnereien: Spindeln: ^al: inFabÄen-^inHausindnstr.: Produktion-Jahr: » ^
1883
45
61,010
6,880
4,859
2,021
3,334
1887
35
75,242
8,054
5,765
2,289
4,225
1897
47
75,299
6,436
3,642
1,794
2,450
1900
38
68,930
3,862
2,658
1,204
3,894