50
machen, hat sich allmählich auch bis tief in den Mittelstand hinabverpflanzt.
Auf diesem Wege wird es erklärlich, daß die Schweizer zu denGästen dieser Hotels schon zwischen 20 und 25°/^ stellen. Berücksichtigtmau Hiebei auch, daß in der Statistik des schweizerischen Hoteliervereinsnicht die effektive Zahl der Reisenden erscheint, sondern daß jede an-gekommene Person so oft gezählt wird, als sie in einem Hotel ab-gestiegen ist, so zeigen diese Zahlen doch deutlich, daß man die Einnahmendes sog. Fremdenverkehrs zu einem Teil auf das Kostenkonto des Schweizer-volkes zu setzen hat.
Trotzdem bedeutet die Ausdehnung der Fremdenindustrie für unserLand einen weiteren Schritt auf dem Wege der Abhängigkeit vom Aus-lande. Vorgänge aus wirtschaftlichem und politischem Gebiete in denLändern, welche das Hauptkontingent unserer Touristen stellen, sowie dieKonkurrenz anderer Gegenden spiegeln sich oft mit nur allzugroßer Deut-lichkeit an den Erträgnissen unserer Hotelindustrie, welche ohnehin nichtso glänzend sind, als man gewöhnlich anzunehmen geneigt ist. Diesrührt nicht zuletzt auch von der kurzen Saison her. Wenn man das inGebäulichkeiten und Mobilien festgelegte Kapital mit der oft bloß nachWochen zählenden Haupterntezeit der Hotels in Beziehung setzt und denenormen Einfluß der Witterung aus dieselbe berücksichtigt, so erscheintdie nicht übermäßig hohe Rendite ganz begreiflich.
Schließlich ist auch noch der Umstand zu erwähnen, daß sich unterdiesen Reisenden oder Touristen aus dem In- und Auslande manchebefinden mögen, welche nicht bloß des Vergnügens oder der Erholungwegen in unseren Fremdenhotels absteigen, sondern, das Nützliche mitdein Angenehmen verbindend, Geschäfte dieser und jener Art zu machenversuchen. Eine genaue Ausscheidung ist natürlich nicht möglich. Daßdie Zahl dieser nicht gering sein dürfte, geht schon aus dem Verkehrder Handelsreisenden in unserem Lande hervor, auf den wir beidieser Gelegenheit in aller Kürze hinweisen wollen.
Seine Bedeutung ist so bekannt, daß darüber kein Wort zu verlierenist. Er spiegelt nicht nur die Konkurrenzverhältnisse und den Grad derneuzeitlichen Entwickelung des Geschäftsverkehrs im Inlands, sondernauch in gewissem Sinne die Bedeutung, welche das Ausland der Schweiz als Abnehmer beimißt.
Nach einer Zusammenstellung des eidgenössischen Sekretariats fürPatenttapen ergeben sich folgende Übersichten: