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Die Schweiz als Industriestaat / von Dr. Emil Hofmann, Nationalrat in Frauenfeld
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71

Berufsgruppe:

Gesamtzahl

Fabrik-

Fabrikarbeiter

der Tätigen:

arbeiter:

auf 100 Tätige

Chemische Herstellung anderer Ge-branchsgegeustände als der Nah-rungsmittel .

9,423

6,117

65

Herstellung von Gespinnsten undGeweben und deren Veredlung .

167,522

87,492

52

Vervielfältigung von Schrift undZeichnungen, Herstellung von Bü-chern und andern Papieren . .

9,193

4,658

51

Bearbeitung der Metalle, Herstellungvon Maschinen und Werkzeugen

81,972

29,068

35

Herstellung von Nahrungs- undGennßmitteln.

44,115

10,702

24

Herstellung von Baustoffen und Bau-ten, Einrichtungen v. Wohnungen

107,367

9,374

9

Herstellung von Kleidung und Putz

108,200

8,223

8

Im Laufe der Zeit ist dieses Verhältnis für die Selbständigen nochungünstiger geworden. Im Jahr 1900 waren dem eidgenössischen Fabrik-gesetz 6,047 Etablissement« mit 216,998 Arbeitern unterstellt. Es machtesomit die Fabrikarbeiterschaft 6,z"/g der gesamten Wohnbevölkerung aus.Waren zu diesem Zeitpunkt von der 3'315,448 Köpfe zählenden Wohn-bevölkerung wie im Jahr 1888 noch circa 42 Beruftreibende, sowürde sich die Zahl derselben auf 14191,271 belaufen, woran die Fabrik-arbeiterschaft mit 15,g°/y beteiligt wäre.

Die Armee der in Industrie und Gewerbe Beschäftigten ruft derFrage nach der Verteilung ihrer Prodnktionskraft für den innern Marktund den Export. Leider ist dieselbe nur ungenau zu beantworten. MitArbeitersekretär Greulich rechnen wir von den sieben Hanptgruppen derIndustrie die der Nahrungs- und Genußmittel, der Bekleidung und desPutzes, die des Baues und der Wohnungseinrichtung und die der Ver-vielfältigung dem innern Markte zu, während die Hauptgruppen derTextilindustrie, der chemischen Industrie und der Metall- und Maschinen-industrie dem äußern Markte zugeschieden werden. Dann bekommen wir:

für den innern Markt 268,000 Tätige 51" , 581,000 Ernährte 54 °/o- äußern 259,000 49 °/o, 493,000 46 °/o-

Seit 1888 hat sich das Verhältnis zu Ungunsten des innern Marktesverändert und geht man nicht zu weit mit der Behauptung, daß heutemehr als die Hälfte der in Industrie und Gewerbe Tätigen für denäußern Markt arbeitet.