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trug 1899 circa 27,000. Die Verteilung der Stromabgabe für Elektro-motoren, welche von öffentlichen Elektrizitätswerken in der Schweiz gespiesen werden, zeigt, daß circa 1,500 Elektromotoren mit circa 5000Pferdestärken Totalleistung dem Handwerk und Gewerbe, circa 700 mit20,000 Pferdekräften der Großindustrie und circa 200 mit 2,000 Pferde-kräften diversen Betrieben dienen.
Trotz dieser Entwicklung hört man die Klage, daß unsere Fabrik-industrie bedeutend mehr zunehmen würde, als sie es getan hat, wennihr mehr oder billigere motorische Kraft zu Gebote stände. Großes istausgeführt und weit größeres geplant worden, um mächtige Wasserkräftenutzbar zu machen. Leider hört man noch sehr oft den Preis der elek-trischen Kraft als unerschwinglich,hoch bezeichnen. Darüber klagen ammeisten die Besitzer kleiner Anlagen in Städten, für welche ein elektrischerBetrieb eine wahre Wohltat wäre; denn Dampfbetrieb stellt sich in solchenFällen ebenfalls zu hoch. So wurde beispielsweise in Zürich die Ab-gabe von Wasser für die früher so verbreiteten Wassermotoren fast gänz-lich eingestellt und auf die von Gas beschränkt.
Von der ersten bis zur dritten Fabrikstatistik hat sich die Betriebs-kraft im Verhältnis zu den Arbeitern beinahe verdoppelt. Von 44Pferdestärken auf 100 Arbeiter ist sie auf 76 im Jahr 1896 angewachsen.Allerdings darf man bei dieser Zunahme nicht vergessen, daß im Jahr1882 die großen Industriezweige der Müllerei und Bierbrauerei fehltenund daß bei der Gruppe der chemisch-physikalischen Industrie seit diesemZeitpunkt noch die Elektrizitätswerke hinzugekommen sind. Aber auchwenn das Gesamtergebnis durch Abzug der neu hinzugekommenen In-dustriezweige korrigirt wird, ergibt sich immer noch eine Vermehrung derTriebkraft auf die Arbeiterzahl von genau 50 "/g. Die Beteiligung dereinzelnen Industriezweige an dieser Vermehrung zeigt Leistehende Zu-sammenstellung.
Die Triebkraft vermehrte sich stärker als die Arbeiterzahl
in um
den chemisch-physikalischen Industrien .... 182,§ "s,
„ Lebens- und Genußmittelindustrien ... 95, g „
der Uhren- und Schmnckindnstrie. 87, z „
„ Verarbeitung von Leder, Haaren und Horn 72, ^ „
den Salinen, Erden und Steinbearbeitungcn . 57, § „
„ Textilindustrien. 47, g „
„ Holzindustrien. 37, z „
der Maschinenindustrie. 24,z „