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Die Schweiz als Industriestaat / von Dr. Emil Hofmann, Nationalrat in Frauenfeld
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Obst, Gemüse rc. durchschnittlich bloß etkiche Prozent der Gesamtausfuhr.Mit dieser starken Ausfuhr industrieller Erzeugnisse steht die Schweiz unbedingt an der Spitze aller Kulturvölker, selbst über England.

Der prozentmaßige Anteil der Ausfuhr von Fabrikaten im Sinneunserer Handelsstatistik schwankte seit 1885 zwischen 77,,,2°/o als Maxi-mum im Jahr 1899 und 74,^ Minimum im Jahr 1894. 1900betrug sie 643,Millionen Franken und erreichte mit 77,o, °/g derGesamteinfuhr beinahe wieder das Maximum. Die Differenz zwischendem Minimum und dem Maximum in absoluter Zahl belauft sich aufnicht weniger als 178,., Millionen Franken. Damit ist bereits gesagt,wo die Hauptursache an der Vermehrung unserer Ausfuhr zu suchen sei.Dieselbe fällt den Fabrikaten zu, wenn auch nicht zu vergessen ist, daßdie Lebensrnittel bei der allgemeinen Vermehrung ebenfalls wacker Schrittgehalten haben und sich ihr prozentualer Anteil an der Gesamtausfuhrnicht stark verändert har.

Zu der Fabrikatenausfuhr in ihren einzelnen Posten übergehend,sinden wir begreiflicherweise auch hier die Textilien wiederum an derSpitze. Mit 392,^7 Millionen Franken sind sie mit 61,o,"//, an derGesamtausfuhr beteiligt, in weitem Abstand folgen die Metallindustrien,denen init 194,,z Millionen 30 ,,^/o zufallen. Die übrigen wichtigerenPosten reihen sich folgendermaßen an:

t. Farbwaren Fr. 15865,215 oder 2,^ "

2. Leder und Schuhwaren 10434,823 1,z7

3. Kunst und Wissenschaft 9459,982 1,,g

4. Chemikalien 6492,857 1,^z ,,

5. Apothekerwaren 5'533,204 0^^

6. Holzwaren 3^805,924 0,^7

Unter den Textilien steht die Ausfuhr von Seidelalirilraten obenan.Von 137,,07 Millionen Franken im Jahr 1885 ist dieselbe auf 195, ^Millionen im Jahr 1899 angewachsen, um dann allerdings im folgendenJahr auf 186'750,299 Fr. zu sinken. Hieran find die lüridrirktolU'wesentlich beteiligt. Der Exportwert derselben ist von 77'058,928 Fr.im Jahr 1890 auf l.04'981,649 Fr. im Jahr 1899 oder um 36,, "/ogestiegen. Im erstgenannten Jahr waren die ganzseidenen Stoffe mit81,o o/o an der Exportziffer beteiligt, im letzten: sogar mit 87°/o, worausersichtlich ist, daß die Erhöhung der Ausfuhr ausschließlich auf die ver-mehrte Produktion von ganzseidencn Geweben zurückzuführen ist, währenddie Produktion von halbseidenen Geweben fast stationär geblieben ist.

Die Ausfuhr von käeidenliändern, welche in den Jahren 1887bis 1889 einen Wert von 3739 Millionen erreichte, ist im Jahr 1900