97
land der Kopfanteil an der Fabrikateneinfuhr für das Jahr 1899 aufcirca 64 Fr. berechnet wurde, während wir für unser Land diese Quoteauf 108 Fr. ansetzen mußten. Sodann soll derselbe noch an einzelnenBeispielen näher gezeigt werden. Die Banmwollindustrie zeigt imJahr 1900 neben einer Nohbanmwolleinfuhr im Wert von 35, ^ Mil-lionen eine Fabrikateneinfuhr von 45,,^ Millionen Franken, wovon dieGarne und Gewebe allein mit 42,^8 Millionen Franken beteiligt sind.Die Einfuhr baumwollener Rohgewebe, hauptsächlich englischer Tülle undCambrics, die besonders als Stickböden zu dienen haben, bewegt sichalso nicht vergeblich genau parallel mit dem Gang des Stickereiexports.Einem Einfuhrwert von roher Wolle im Betrage von 15, ^zg MillionenFranken steht eine Einfuhr an Wollfabrikaten von 40,^g MillionenFranken gegenüber, wobei die Garne und Gewebe allein mit 32,z„zMillionen Franken vertreten sind.
Unter Würdigung des Einflusses des erwähnten Einteilungsprinzipsunserer Handelsstatistik will die beistehende Tabelle verstanden sein. Esbetrug die Fabrikateneinfuhr in Millionen Franken im Jahre:
1885:
1892:
1894:
1899:
Seide.
20,090
—
10,802
19,602
Baumwolle ....
37,284
—
30,111
44,181
Wolle.
48,045
—
43,748
56,756
Andere.
16,703
—
16,798
22,167
Eisen.
18,912
40,298
—
76,818
Andere unedle Metalle
2,067
4,158
—
7,078
Edelmetalle ....
6,366
6,700
—
11,143
Uhren rc.
5,253
4,041
—
3,449
Baumaterial ....
—
0,598
—
1,125
Nutzholz, gesägtes . .
—
5,885
—
14,052
Holzwaren ....
—
5,812
—
8,415
Ton- und Glaswaren .
—
7,451
—
12,578
Chemikalien rc. . . .
—
26,853
—
35,145
Tabakfabrikate . . .
—
1,729
—
2,040
Leder und Schuhwaren
—
16,102
—
23,580
Papier.
—
5,428
—
7,890
Während bei der Einfuhr den Rohstoffen und Halbfabrikaten derHauptanteil zufällt, dominiren bei der .stu skull r die I-aörikate in vielentschiedenerer Weise. Der Anteil derselben wäre noch wesentlich größer,wenn unsere Handelsstatistik Käse, Butter, kondensirte Milch, Kindermehl,Chocolade, Maggiartikel, Spiritussen rc. ebenfalls diesen und nicht denNahrungsmitteln zuweisen würde, verbleiben ja für die Nahrungsmittelim natürlichen Zustand, wie Schlachtvieh und Fleisch, frische Milch,
E. Hofmann, Die Lchweiz als Industriestaat. 7