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Hsterrt'ich-Angar» hat für die schweizerische Volkswirtschaft nichtdie Bedeutung, die es vermöge seiner Nähe, seines großen territorialenUmfanges und seiner Bevölkerungszahl haben könnte. Durch Grenz-verschiebnngen wurde der direkte Verkehr mit Österreich , der früher er-heblich war, wesentlich reduzirt und war die Schweiz um die Mitte des19. Jahrhunderts unter allen österreichischen Grenzstaateu derjenige, welcherin den Einfuhrlisten des Kaiserreichs mit den geringsten Beträgen, nämlichnur mit 1,77 °/g im Jahr 1844 und 1,7 "/o >m Jahr 1855 erschien.
1840 .1885 .1895 .1900 .
4,ö Millionen.
,,
45,z
Im letztgenannten Jahrlionen Franken:
entfielen von diesem Ausfuhrwert in Mil-
liliter diesen sind:
3, g auf Lcbensmittcl,
4, g „ Rohstoffe, und
37 „ Fabrikate.
beteiligt. Bei der Seidenindustrie, welche für 11, gg Millionen nachdiesem Land ausführt, entfallen in Millionen Franken:
4,zz auf Seidenstoffe
2,-s „ Floretseide
1,xz ,, Organzine und Trame.
Bei der Baumwollindustrie verteilt sich der 69 Millionen betragendeAusfuhrwert zur Hauptsache auf Baumwollgarn mit 4, MillionenFranken und Plattstichstickereien mit 1 ,^ Millionen.
Die Metallindustrie läßt in dieser Ausfuhrrichtung den Uhren mit11,42 Millionen den Löwenanteil. Dieser Posten deckt im Verein mitder Maschinenindustrie, welche mit 3, gg, Millionen 7, z °/g ihrer Gesamt-ausfuhr nach Österreich-Ungarn absetzte, fast die ganze Ausfuhrsumme.
Die Lebensmittelausfuhr besteht zur Hauptsache aus Käse, welchermit 2 , 8 , Millionen erscheint.
Was wir von Österreich gesagt ist zum Teil auch für Italien gültig. Schon vor der Entstehung des Königreichs Italien waren dieVerkehrsbeziehungen der Schweiz mit dem Nachbarstaate Sardinien trotzder Hindernisse, welche die größtenteils aus Hochgebirgen bestehende