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Grenze dem Berkehr entgegenstellt, sehr mannigfach. Seither sind sieaber noch weit bedeutender geworden. Die Schweiz nahm in den sechzigerJahren wie früher im Gesamtverkehr mit dem Königreich Sardinien sonun auch mit dem Königreich Italien den zweiten Rang ein.
Im Jahr 1862 führten wir 13°/o unserer Gesamtausfnhr nachItalien aus, 1865 waren es bloß noch 1,z°/o und 1875 sogar bloßnoch 3°/g. Bon 1862—1877 hat unsere Ausfuhr successive abgenommen,um sich von da an wieder langsam zu erholen. Bis 1890 war derAusfuhrwert auf 46, Millionen oder auf 6 "/g unserer Gesamtausfnhrgestiegen, welcher 1880 sich auf 34,^ Millionen belief. Im Jahr1900 bezifferte sich derselbe auf 44,,,. Millionen, nachdem derselbe sichvon 1894 an unter 40 Millionen gehalten hatte.
An der Ausfuhrsumme des Jahres 1900 waren die Lebensmittel mit17,0°/», die Rohstoffe mit 20,, und die Fabrikate mit 62,//g beteiligt.
Für Lebeusmittel bezahlte uns Italien 7,7 Millionen Franken,nämlich: 4,z, Millionen für Käse, 168,000 Fr. für Kindermehl und42,000 Fr. für kondensirte Milch, 1'075,867 für Chocolade und denRest für die übrigen. Im Jahr 1861 ging beinahe der vierte Teilunserer gesamten Käseausfuhr nach Italien , welches uns 1877 für über12 Millionen Käse abnahm, heute beinahe bloß noch den zehnten Teil.
Unter der Fabrikatenausfuhr erscheint hier die Metallindustrie mit15, Aj Millionen an erster Stelle. Davon entfallen auf die Maschinen-industrie 8 ,^ Millionen und die Uhrenindustrie 6 ,§ Millionen. Inzweiter Linie erscheint die Textilindustrie, deren 7, ^ Millionen betragenderExportwert zur Hauptsache mit 3, ^ Millionen der Baumwolle und mit2,7 Millionen der Seide zufällt. Der Wandel, welcher sich vollzogen,hat namentlich die Baumwollindustrie betroffen, welche im Jahr 1885noch für über 13 Millionen Franken nach Italien ausführte. In nochgrößeren: Maße hat sich unsere Ausfuhr von Wollartikeln verändert.Unsere Einfuhr von Manufakturwaren aus Wolle nach Italien betrug
im Jahr:
3 696,644 Fr.
1869 .1879 .1885 .1900 .
658,950
826,167
665.000
Das wichtigste Absatzgebiet für unsere Jndustrieprodukte ist Eng-land. Noch Ende der fünfziger Jahre wurde dieses Land nicht als einVorzugsweiser Exportplatz, wohl aber als ein wichtiges Transitgebiet fürden schweizerischen Handel bezeichne! und wurden unter den Produktenunserer Industrie, welche dort einigen Absatz finden, Spitzen, Stroh- und