Buch 
Die Schweiz als Industriestaat / von Dr. Emil Hofmann, Nationalrat in Frauenfeld
Entstehung
Seite
117
JPEG-Download
 

117

Für die andern Getreidearten ist Deutschland mit rund 7 MillionenFranke.» unser Hauptlieferant. Ihm schließen sich Rußland mit 5,29Millionen, Österreich mit 2, z, Millionen, der Balkan mit 2, ^ Millionen,Australien mit 2,^ Millionen, Italien mit 2,,g Millionen an.

Mehl, Graupe, Gries und Gewürze beziehen wir hauptsächlich ausFrankreich ; Gerste, Malz und Hopfen aus Österreich .

Deutschland und Frankreich liefern uns jährlich für circa 1 MillionFranken Gemüse, während Italiens Gemüseeinfuhr in die Schweiz umeine halbe Million Franken schwankt. Unsern Bedarf an Südfrüchtendecken wir in erster Linie aus Italien und Spanien .

Diese beiden Länder sind auch unsere stärksten Weinlieferanten.Der Anteil an dem 30,7 Millionen betragenden Einfuhrwert diesesArtikels im Jahr 1900 belief sich auf 8,7,2 Millionen für Italien ,10,,§ Millionen für Spanien und 6,2z Millionen für Frankreich . DerAnteil der wichtigsten Produktionsgebiete an der schweizerischen Wein-einfuhr und die Verschiebungen, die hier stattgefunden, werden am bestendurch die folgende Zusammenstellung illustrirt. Unsere Weineinfnhr kam

Prozenten der Menge aus:

1889:

1893:

7°

1898:

0

0

1900

0'

/O

Deutschland. . .

3,o>i

2»

2,2

Österreich-Ungarn .

22,>

8,4

7,2

7,5

Frankreich . . .

23, <>

3,05

12

15,5

Italien ....

42,-

42.

27

28 .

Spanien ....

8,4

28,,

45,5

42,5

Griechenland . .

0,yr

0,Z

2,5

2,2

Donanländer . .

in

1,8

1,3

0,5

Algier .

0,.

0

0,4

0,2

Übrige Länder . .

0,2

1,or

1,08

0,8

Das ausländische Bier, das wir bei uns trinken und für das wirans Ausland jährlich circa 2 Millionen zahlen, stammt zu 79°/<> ausDeutschland und der Rest fast ganz aus Österreich .

Bei den tierischen Nahrungsmitteln, welche uns im Jahr 190079,72 Millionen ans Ausland zahlen ließen, steht die Einfuhr vonSchlachtvieh obenan. Bei dem letztem dominirt Italien , welches unsmehr als die Hälfte, und Frankreich , welches circa den fünften Teilunseres Bedarfes deckt. Doch schwanken die Provenienzen stark mit demStand der Ernten und Seuchen und wechseln Italien und Österreich oft den Rang. Für Fleisch ist Frankreich der Hauptlieferant, ebenso