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Landwirthschaftliches Lesebuch für die Schweizerische Jugend / von Dr. Friedrich v. Tschudi
Entstehung
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45
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sich zersetzen und den Kohlenstoff für sich verwenden können, also nurunter dem Einfluß des Lichtes. Darum ist auch die Entwicklung dersüdlichen Pflanzenwelt eine so reiche und kräftige, weil dort das Sonnen-licht weit ungetrübter wirkt. Dieses ist es auch, was ihnen Farbe undWohlgeruch verleiht. In dunkeln Kellern bleiben sie fahl und geruchlos.Auch auf die Thiere wirkt das Licht eigenthümlich und kräftigt ihreLebensthätigkeit. Im Dunkeln athmen sie merklich weniger Kohlensäureaus als im Licht und verbrauchen dabei weniger von ihrem Fette. Da-her handelt der Bauer nach einem ganz richtigen Gefühl, wenn er seinMastvieh in einem dunkeln Stalle hält. Bleibt dasselbe aber zu langeim Dunkeln, so verwandelt sich ein Theil des Fettes in Wasser, unddas Thier wird wassersüchtig.

Wir haben nun gesehen, in welcher Weise Luft und Wasser, Lichtund Wärme als allgemeine Lebensbedingungen auf die organischen Ge-schöpfe einwirken: wie nun im Besondern der Erdboden mit seinen ver-schiedenartigen Verhältnissen dazu mitwirkt, wird uns der folgende Ab-schnitt darstellen.