was sich aus geraden und krummen Wegen verirrte.Dasselbe Schauspiel hat sich sieben Jahre später imThurgau wiederholt. Auch die dortigen Stister sindreich an Kunstsckätzcn gewesen, aber der Zeitgeist hattees nun einmal den Regenten angethan, daß sie mitsouveräner Verachtung über Dinge zur Tagesordnungschritten, um deren Besitz sich heute ein edler Wetteiferzwischen privaten und öffentlichen, heimischen undfremden Sammlungen und Sammlern entfachen würde.Ein Augenzeuge, der als Knabe die Spoliationvon Fischiugcn sah, weiß, daß tagelang auf ein Inven-tar gesteigert wurde, in dem sich rangvollc Dinge be-fanden.
Mörikofer hat im achtzehnten Hefte der Thur -gauischen Beiträge ein freundliches Bild der letztenTage Jttingcns gezeichnet. Es hätte nahe gelegen, indasselbe eine Beschreibung der klösterlichen Anlagezu flechten und über die Kunstschätze zu berichten,welche die Kalthäuser besaßen. Die erstere läßt er unsschmerzlich vermissen und hinsichtlich der letzter» hater sieb in seinen Erinnerungen mit dem trockenen Hin-weise aus „eine bedeutende Zahl von Jncnuuabcln,einen kleinen Schatz von Gemälden, gemalten Glas-scheibe», Kircheuzieraten von edlen Metallen, altenKupferstichen und Holzschnitten" begnügt.
Oder nehmen wir aus der älteren Litteratur dassonst vorzügliche Büchlein Pupikoscrs „Der KantonThurgau " zur Hand, das 1837 als Teil der bekann-ten Sammlung „Historisch-geographisch-flatiftisches Ge-mälde der Schweiz " erschien. Es zählt die namhaftestenAltertümer und auch ziemlich vollständig die Burgenaus, aber nur mit Beigabe historischer Notizen undetwa noch mit Angabe ihrer Lage. Wieder so verhältes sich mit dem 1828- 1839 erschienenen Werke vonHottinger und Schwab, „Die Schweiz in ihren Ritter-burgen und Bergschlössern". Es ist für die Lektüre amFamilientische geschrieben, anmutig und so, daß es nach
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