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Streifzüge im Thurgau : Vortrag gehalten in der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich am 22. Februar 1896 / von J. R. Rahn
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den Ruinen wiid teilweise neues Leben erblühen.Das ganze grosse Areal des ehemaligen Klosters samtoen daraus sich befindenden Wohn-und Fabrikgebäudenist um die Summe von 35,000 Fr. aus dem Besitzeder Bank Mnterthnr in denjenigen von Herren Böchtoldund Cie., früherer Pächter übergegangen. DieGiesserei wird an alter Stelle ausgebaut und so wirdin kurzer Zeit die Fabrik, welche den Bau von Petra-lcummotoreu als Spezialität betreiben will, wiedereingerichtet sein. Es wird dadurch dem Städtchen beider erhofften Prosperität neues Leben und Berdienstzugeführt werden."

Aber bevor dies geschehen musste, sollte doch nocheine Umschau auf den Trümmern gehalten werden.Dies war am 7. August des vorigen Jahres der Fall.Wagen voll Eisengerümpel, welches das Feuer ver-schlackt und verbogen hatte, wurden hinausgefahren.Drinnen war stellenweise schon Ordnung gemacht.Hier lagen Maschinenteile in Hausen getürmt, da-zwischen waren glatte Wege durch den Schutt getrie-ben. Im Kreuzgang aber konnte man noch die volleWirkung der Katastrophe sehen, wirres Getrümmer,aus dem verkohlte Balken starrten und schleichenderQualm aus heimlichen Glutherden überall hin einenwiderlich brenzelnden Dunst verbreitete.

Allein da gab es nicht Zeit, um sentimentalenRegungen nachzuhängen, es galt vielmehr festzuhalicn,was noch zu buchen war und dass ich zur rechtenStunde gekommen, zeigte das Hantieren der Maurer,die mit Hammer und Hebel irgend ein Gemäuerbrachen. Jede Spur des Krcuzgangcs schien noch vorJahresfrist verschwunden zu sein. Jetzt sah ich. dassnur zwei Mauern die westliche Bogenreihe ummantelthalten. Eben war diese Verkleiduung gefallen und auchschon einzelne Pfosten und Bogcnteile lagen auf demBoden; aber so viel hatten die Mannen doch noch übriggelassen, um sichern Anhalt zur Rekonstruktion einer