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besondere Abgabe, welche derjenigen für den Betrieb einer Wirt-schaft ähnlich zu bemessen ist.
Um gewisse Arten von Branntwein und andere Spirituosen,welche absolut gesundheitsschädlich sind, von dom Verkaufe aus-zuschliossen, ist es nöthig, von Zeit zu Zeit eine Untersuchungder zum Ausschank und Kleinverkauf bestimmten Getränke ein-treten zu lassen, die schlimmsten Feinde und niederträchtigstenHeuchler an’s Licht zu bringen oder zu vernichten.
Eine heilsame Aendorung wird es ferner sein, wenn ausden Strafgesetzen Trunkenheit als Milderungsgrund bei Vergehenund Verbrechen gänzlich ausgeschieden wird, es sei denn, dassvon Aussen her eine olfenbare Verleitung dazu stattgefunden.Da, wie die Verhältnisse zur Zeit beschaffen sind, ein Grosstheilder zur Bestrafung kommenden ungesetzlichen Handlungen, wieinsbesondere Körperverletzung, Todschlag und Eigenthumsbo-scbädigung, unter dem Einflüsse des Alkohols geschieht, so istes durchaus nicht mehr gerechtfertigt, den Verderber des mensch-lichen Verstandes und sittlichen Gefühles durch eine Bestimmungdes Gesetzes noch ferner zu begünstigen. Eine unmoralischeHandlung, wie diejenige des Sich-Betrinkons, kann nach unseremRechtsgefühl unmöglich ein Milderungsgrund für eine andoro un-moralische That sein. Bleibt ja doch die Möglichkeit nicht aus-geschlossen, dass der Zustand der Berauschung gesucht wurde,um darin den wilden, rücksichtslosen Muth zur verbrecherischenHandlung zu gewinnen, wie dies thatsächlich gar nicht seltender Fall ist.
Eine noch stärkere Wehr gegen Unmässigkeit und Lieder-lichkeit aber wäre zu schaffen in dem Gosotzo betreffend denZivilstand und dio Ehe. Hier sollte irgendwo gesagt sein, dassden Armenbehörden der Gemeinden das Recht zustehe, gegen dioVerehelichung notorisch trunksüchtiger oder unzweifelhaft lieder-licher Menschen Einsprache zu erheben, bis der Nachweis derBesserung und moralischen Erhebung geleistet ist. Es ist nichtrichtig, dass der Trinker oder Säufer in der Ehe sich gewöhnlichbessert, vielmehr findet in sehr vielen Fällen gerade das Gegen-theil statt: dass die sinkende Kraft durch immer grössere Quan-titäten alkoholischer Getränke unterstützt und scheinbar auf ihrerfrüheren Höhe erhalten wird. Die Folge davon ist aber einFamilienleben voll Reue und Unfrieden, Krankheiten, Armuth,Verwahrlosung der Kinder, leibliches und geistiges Elend inmannigfacher Gestalt. Da wir nun die staatliche und obligatorische