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Geschichte der freiherrlichen Familie Thumb von Neuburg / / aus den Quellen bearbeitet von Ernst Boger, Rektor a. D.
Entstehung
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Erster Abschnitt.

Die Hhumb in Gberschwaben, Vorarlberg, Graubünden.

1188 - 1400 .

Die älteste Heimat der Thumb, oder, wie anfänglich mit Fugund Recht geschrieben wurde, der Tumben, ist das jetzt württem-bergische Oberschwaben und noch bestimmter der OberamtsbezirkNavensburg. Dort, wo der Mittelpunkt des wölfischen Herrschafts-gebietes lag, bei Altdorf-Ravensburg, war auch dieses welfische Mi-nisterialengeschlecht zu Hause. Von einem Zusammenhang mit denGegenden, wo das Geschlecht später schaltete und waltete, mit Vor-arlberg und Graubünden, wissen die frühesten Urkunden nichts zumelden. Als ältester bekannter Ahnherr wird der Uainrieus Duinbozu betrachten sein, der 1188 unter den vormals wölfischen Ministerialendes Herzogs von Schwaben, des Hohenstaufen Friderich, bei einerBestätigung der wölfischen Schenkungen an das Kloster Steingadenunter den Zeugen aufgeführt wird. Nach Herzog Wels und demPfalzgrafen von Tübingen zeugen die Ministerialen des Herzogs vonSchwaben: Dieto von Navensburg, Uainrlous Numbo .. zuletzt Eber-hard von Tanne (blov. Uoiou VI, 499) H. Was der Name Nviudo,Nvinbo, Nvmkin als Beiname zu bedeuten hat, ergiebt sich aus der

In dem Iloorol. Ottönbnr., herausgegeben von Baumann (Zeitschriftdes historischen Vereins für Schwaben und Neuburg, V. 393) steht unter April 10.Ilsänrions Nnwdius. Nach Baumann sind die Einträge, zu denen der vor-liegende gehört, in die Zeit von 12281260 zu verlegen. Dann wäre dieser Hein-rich der weiter unten bis 1246 vorkommende Itsinrieus lumbs.

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