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Geschichte der freiherrlichen Familie Thumb von Neuburg / / aus den Quellen bearbeitet von Ernst Boger, Rektor a. D.
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rmts 1190, wobei er den oben genannten Zrvio^erus im Auge hatte.Gabelkhover läßt diesen gemeinsamen Stamm nicht gelten, schon desverschiedenen Wappens wegen. Dagegen galt diese Gemeinsamkeitdes Ursprungs bei den Waldburg selbst als Thatsache. Nach Ab-schriften im Thumbschen Archiv bekennt im Jahre 1484 TruchseßJohannes von Waldburg auf die Bitte seinesOheims", des SchenkenKonrad von Winterstetten, ihm des Turniers wegenKundschaft"über fein Wappen und Herkommen zu geben, folgendes: von seinemVater weylendt Truchseß Jacob sei er berichtet worden, daß die Truch-sessen von Waltpnrg und die Thummen von Nuwenbnrg und dieSchenken von Winterstetten von einem Namen und Stammen seien,auch eines Helms, das ist ein grüner Tann mit güldenem Tanzapffen,geweßt, eins auf dem Schild und eins auf dem Helm; dann habensie sich geteilt, die einen seien nach Waldburg, die anderen nach Neu-burg zu Curwalchen und nach Winterstetten geteilt worden. HanSThumb von Neuburg, Ritter, bekennt 1477, daß er von seinem Vaterund Ältern bericht worden und habe nie anders gehört, als daß dieThummen, die Waldburg, und die Winterstetten von einem Namenund Stammen seien, und (nach Gabelkhover) als Herr Jacob Truchseßselig vor dem Stechen in Landshut zu ihm kommen, habe er gesagt:Hans, du und deine Brüder mögen den Helm auch führen, wiewohles zwischen uns geändert worden ist und ist jeder genannt wordennach dem Schloß, als die Teilung unter den drei Brüdern geschehen ist.

Doch weisen auch, wie das Nächstfolgende zeigen wird, mancheUmstände eher auf einen Zusammenhang der Thumb mit den oberenNheingegenden der Schweiz. Ein Sohn Alberts ist in Muntalt beiJlanz, im Bündner Land, die anderen sind in Friesen oder St. Gerald(Vorarlberg im Walgau), wo auch Vater und Mutter um diese Zeitihren Wohnsitz genommen hatten. Dies alles deutet auf eine Aus-wanderung aus der alten Heimat nördlich von: Bodensee, ebenso daßzwei Brüder des Vaters, wovon der eine Propst in Friesen (St.Gerold) war, sich an diesem Orte mit den Eltern der Söhne aufhielten.

Zu bemerken ist noch, daß die Bezeichnungvon Neuburg" beiAlbert und seinen Vorgängern vollständig fehlt: daraus ist zu schließen,daß Albert Thumb auch damals Neuburg noch nicht besaß. Wannund wo Albert Thumb gestorben ist, wissen wir nicht, jedenfalls vor1240; denn in diesem Jahre s2j verkauften die Brüder Friedrich und