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Geschichte der freiherrlichen Familie Thumb von Neuburg / / aus den Quellen bearbeitet von Ernst Boger, Rektor a. D.
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Pfand der Abtei St. Gallen. Hans hatte auch in Vorarlberg Güterund Rechte und seine Ehefrau war eine reiche Erbin, wie die Erd-leitung ihrer Tochter von 4479 ausweist s67s.

Hans Thumb der jüngere gehörte zu dem Kreise von Rittern, alsdessen Oberhaupt der bekannte Ritter Hans von Ncchberg angesehenwerden kann. Dieser Herr, dessen Vater Besitzer von Gamertingen, He-dingen, Schalksbnrg war, während der Sohn später in Schramberg seinenSitz hatte, spielte in den Fehden in der Schweiz, dem Hegau und inOberschwaben als Freund des Hauses Österreich eine bedeutende Rolle.Er war nach Tschudider Epdgenossen gröster Veint, ein gächertrutzlicher Mann". Noch gegen Ende des Krieges von Haus Österreichmit den Eidgenossen 4448 nahm er durch Kriegslist es hattensich nämlich seine Soldknechte als wallende Pilger verkleidet dieStadt und Beste Rheinfelden für Österreich in Besitz. Bei diesemHandstreich war das Städtchen, ehe es an Österreich überliefert wurde,so gebrandschatzt und verwüstet worden, daß es dem Herzog Albrechtvon Österreich zu viel war, weshalb er die Leiter des Unternehmens,als welche neben Hans von Nechberg Thomas von Falkenstein, Bal-thasar von Blumenegg, Hans Thumb von Neuburg genannt werden,in ritterliche Haft in die Herberge verstrickte, bis Bürgschaft geleistetwar, wie denn Hans von Rechberg 4449 schrieb:so will ichmich für Hansen Thummen von Neuenburg verbürgen." (Vgl.Ztschr. für d. Gesch. d. Obcrrh. III, 450 ff.)

Daß damit Hans der Jüngere gemeint, ist höchst wahrscheinlich.Denn auch Gabelkhover erzählt von diesem Hans: ,.4. 4464 ister durch Hannsen von Rechberg zu Schramberg für Graf Ulrichenvon Wirtemberg in der Vehde wider den Pfalzgrafen Friedrich ge-worben worden, wie er denn auch mitgezogen. Er ist bei MarkgrafAlbrecht von Brandenburg, der des Wirtembergischen Volkes nochein gut Theil bei ihm gehabt, gewesen (s. oben) und zwar unterdenen, die nach Gingen geflohen und dort sich gerettet haben."

Nach dieser Angabe wäre er nicht gefangen worden, oder hater sich aus der Gefangenschaft wieder gerettet. Es ist wohl 4464wieder derselbe Hans Thumb, von dem in dem Schreiben der Eid-genossen an Graf Georg von Werdenberg, Hanptmann des St.Georgenschildes, gesagt ist:Als dann neulich Graf Ulrich vonMontfort, Hans' Thum und der Vogt von Tübingen hier (in Engen)