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Schulbehörde folgende Neuerungen: 1. Vorlegung der Lektionspläneder Lehrer, 2. Einführung der Quartal-, bald hernach der Semester-zeugnisfe, 1845 Auflage von zwei Schultagebüchern und Zirkulationeines Besuchskalenders; 1854 erhielt die Sekundarschulbehörde eineigenes Protokollbuch. Die Anregung zur Errichtung eines Kadetten-korps blieb in Minderheit. Dem Wunsch nach gesondertem Arbeits-schulunterricht für die Mädchen wurde so entsprochen, daß man letztereden Repetierschülerinnen zugesellte. In das gleiche Jahr 1854 fälltauch die probeweise Gründung einer Gewerbeschule, später gewerblichenFortbildungsschule, zu deren bezüglichem Unterricht die beiden Lehrerder Real- und Sekundärschule herbeigezogen wurden. Laut erziehungs-rätlichem Erlaß würde jetzt die Gesamtheit der Gemeinden, derenSchüler eine und dieselbe Sekundärschule besuchten, Sekundarschul-kreis genannt. Zu Weinfelden , als dem XII. Kreis, gehörten folgende:Amlikon, kathol. Berg, Bußnang, Bürgten, Engelswilen, Friltschen ,Bänikon, Hugelshofen, Jstighofen, Kehlhof, Fimmelsberg, Mauren,Märstetten, Oberbußnang, Rothenhausen, Weerswilen, Weinfelden .
Die Abgeordneten dieser Gemeinden (Wahlmänner) wählten am23. Mai 1854 die neue Sekundarschul-Vorsteherschaft. In Weinfelden war auch öfter die Frage der Verschmelzung der zwei Lehranstaltendiskutiert worden. Die Realisierung dieser Idee verlangte ein vertrag-liches Uebereinkommen zwischen der Vertretung des XII. Sekundar-schulkreises, der evangelischen Bürgergemeinde Weinfelden und derReinhart'schen Erben, sowie seine Ratifikation durch die zuständigeOberbehörde. Am 18. Februar 1855 konnte er mit der Zustimmungs-erklärung von Seiten der Sekundarschulvorsteherschaft sowie der evang.Bürgergemeinde und den Vertretern der Reinhart'schen Erben demErziehungsrat zur Ratifikation eingesandt werden. Folgendes sind dieHauptpunkte des Vereinigungsvertrages:
1. Die bisherige Realschule Weinfelden wird mit der Sekundär-schule des XII. Kreises vereinigt.
2. Diese Sekundärschule hat zwei Schülerabteilungen in zweiLehrzimmern mit zwei Hauptlehrern. Die französische Sprachesowie die Elemente des Lateinischen und Griechischen werdenin den Lehrplan aufgenommen.