Buch 
Stadtvereinigung : : die Ortsgemeinden Frauenfeld, Kurzdorf, Langdorf, Herten, Horgenbach und Huben vereinigen sich bei gleichzeitiger Vereinigung der Schulgemeinden dieser sechs Ortsgemeinden unter Schaffung von sechs Schulkreisen zu einer einheitlichen Orts- und Munizipalgemeinde
Seite
54
JPEG-Download
 

54

daß durch die Annahme der städtischen Ansätze in der Besol-dung der Lehrer und der übrigen Schulangestellten, fernerdurch die bei der Vereinigung von Brotegg und Neuhausenmit der Stadt und die Uberfüllung einzelner Schulen notwendigwerdende Anstellung von zwei neuen Lehrern, endlich durch dieAusdehnung verschiedener Schuleinrichtungen der Stadt auch aufdie andern Schulen, daß dadurch die Gesamtschulausgaben gegen-über den bisherigen wachsen; aber sie wachsen bei gewissen-hafter sparsamer Verwaltung nicht so hoch, daß sie 1 S U "/ooübersteigen; der Ansatz von 2 %o dürfte doch wohl etwas zuhoch sein und nicht in Betracht ziehen, daß mit der Entwick-lung der Stadt mutmaßlich auch das Kapital wächst; alsoein Ansatz, der wenig über dem bisherigen Steueransatz dergrößten Gemeinden steht und kleiner ist als der Ansatz dermeisten andern Gemeinden. Was aber den Bau der SchulhäuserErgaten und Kurzdorf angeht, die in den ÜbergangsbestimmungenVorbehalten sind, so sind das Bauten, die absolut notwendig sindund für die Berechnung der Kosten des Normalbetriebes unsererSchulen nicht in Betracht fallen; ihr Bau wird auch ersterfolgen, wenn normalere Zeiten eingekehrt sind und auchdann in einer Weise, daß die vereinigten Gemeinden nichtallzusehr belastet werden. Die bisherige sparsame sorgfältigeSchulpolitik der in Frage kommenden Gemeinden bürgt dafür,daß auch in Zukunft nicht ohne dringende Not große Ausgabenbeschlossen werden. «

Aus allen diesen Gründen kommen wir dazu, werte Mit-bürger, Euch die Vereinigung der Schulgemeinden auf Grundlagedes vorstehenden Beschlussesentwurfes zu beantragen. Wir sinduns dessen bewußt, daß mit der Schulvereinigung kein wesent-liches Recht und kein wesentlicher Segen der bisherigen Schul-entwicklung verloren geht, daß aber damit die Grundlage gelegtist für eine gedeihliche gesunde Weiterentwicklung unseres ge-samten Schulwesens, daß bestehende Ungerechtigkeiten undUngleichheiten dadurch beseitigt werden, daß eine Schulgemeindedadurch geschaffen wird innerlich und äußerlich stark und reichund groß genug, um jedem Kinde unserer Gemeinde in gleicherWeise eine vorzügliche Schulbildung vom Kindergarten bis hinauf