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Von G. Büeler.
Der Familienname des aus Frauenfeld gebürtigen Dasy-podius, der im 16. Jahrhundert durch seine leÄkographischen. Werke und seine Tätigkeit als Pädagoge zu großem Ansehengelangte, konnte bis jetzt nicht mit Sicherheit festgestellt werden.
Dasypus bedeutet dichtbehaarter Fuß, dann in übertragenemSinn der Hase, dessen feinbehaarte Füße als Bürsten benütztwerden. DieKonversationsIerikaunddiebiographischenSammel-werke geben Rauhfuß, Rauchfuß, Rauhbein oder Hase alsFamiliennamen an; I. A. Pupikofer übersetzte zuerst Tollfuß,dann meinte er in der Geschichte der Stadt Frauenfeld S. 172,Dasypodius könnte der in Frauenfeld eingebürgerten FamilieRethas entstammen. Eine Rethäsin erscheint nämlich zwischen1517 und 1580 in den Steuerbüchern der Stadt Frauenfeld .Wackernagel (Literaturgeschichte) spricht sich für Has oderHäslein aus, ebenfalls I. Grimm (Deutsches Wörterbuch, Ein-leitung S. 20) weil Dasypodius selber in seinem griechischenLexikon dasypus mit Has, Häslein übersetzt. Ob Rethas eineAbart des Hasen bezeichnet oder überhaupt von Hase abzu-leiten ist, muß als zweifelhaft bezeichnet werden und Pupi-kofer selbst kann sich nicht bestimmt aussprechen. Gegen alleandern Deutungen kann mit Recht der Einwand erhobenwerden, daß die erwähnten Namen unter den Geschlechternvon Frauenfeld nicht belegt werden können. Dr. L. Hirzelspricht in seiner Studie über Petrus Dasypodius (Schweize-risches Museum Bd. VIS. 130) die Vermutung aus, es könntePeter Hasenfratz, der Kaplan der Michaelspfründe in Frauen-feld , mit Dasypodius identisch sein, weil dieser Familiennameseit dem 15. Jahrhundert bis heute in Frauenfeld und Um-gebung häufig vorkomme, und Frau Dr. Meier-Hasenfratzschließt sich in dem von ihr verfaßten, als Manuskript vor-liegenden Vürgerbuch dieser Meinung an. Beiden war esaber nickt möglich, den Beweis zu leisten.
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