162
ZW1ERZINA
zerfallen in drei partien : bl. 1—7 r zählt die bei der gründung imstiftsbrief der pfründe zugewendeten erträgnisse auf; schon aufbl. 7 1 beginnt dann eine neue reihe von beneßcien, die später, abernoch immer vom Stifter, für die pfründe hinzuerworben wurden :difen nach gefc'ben zehenden hän ich der ob genät ftifft s herNiclauf Rüdg s vö Meffkilch priefl s ouch kouffl an die nüwenphründ cze d s oberkilchn Des erften usw. endlich folgen aufbl. 7 V und 8 eintragungen, die zt. noch von derselben hand ge-schrieben sind, wie auch bl. 1—7 r , zt. aber auch von jüngererhand herstammen, und die ergänzungen und nachträge zum zehent-verzeichnis bringen, sie sind sichtlich zu verschiedenen Zeiten bei-gefügt worden, als man für weitere Zusätze keinen raum mehrfand, fügte man eine zweite läge von 4 pergamentbll. (2 doppelbll.)desselben formats an. diese läge enthält nun vermerke über pfrün-deneinkünfte aus späterer zeit von verschiedenen händen des 15 jhs.,uzw. auf s. 9 r und 9 T , dann noch eine weitere notiz aufs. 10 r ;die untere hälfte von 10 1 , ferner 10 T und ll r sind leer, aufs. 11 T und 12 T steht wider nur eine kurze notiz, sonst sind auchdiese seiten, sowie 12 r leer, hinter dem letzten eintrag auf s. 12 Tsteht von einer hand des 17 oder anf. 18 jhs.: Hoc BeneuiciumS. Michaelis fundatum est . Anno 1369. zu einzelnen posten derganzen hs. machen schliefslich spätere hände des 15 und 16 jhs.vermerke über erweiterung oder ablösung der zehnten, oder sie be-nützen den untern rand der hs. zu neueintragungen. einige ab-gelöste items sind auch durch durchstreichung getilgt.
Dieser rodel wurde nun zunächst mit einem papierumschlagversehen, dazu wurde ein einzelblatt verwendet, das von der längeund doppelten breite des rodels war und nun in der mitte gefaltetwurde, auf der innenseite dieses blattes lesen wir eine im 15 jh.angefertigte abschrift {oder vielmehr den teil einer abschrift) des ur-sprünglichen lateinischen Stiftungsbriefes der SMichaelspfründe. dieaufsenseite ist (von einer andern hand) nur zur hälfte beschrieben :wie mir scheint, mit einem lateinischen predigtentwurf. die zeileläuft auf beiden seiten über die ganze breite des jetzt in der mitteder länge nach abgebogenen blattes. als dieser papierumschlag sichzu wenig widerstandsfähig zeigte und an mehreren stellen ge-rissen war, wurde das ganze noch im 15 jh. von neuem mit einempergamentumschlag bekleidet, zu diesem wurden drei zweispaltigedoppelblätter einer aus der ersten hälfte des 13 jhs. stammenden