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Frauenfelder Bruchstücke von Flecks Floire / / K. Zwierzina, Freiburg i.d. Schweiz
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ZWIERZINA

Wir haben es hier also mit einer jener eleganten hss. in Meinemoctav zu tun, wie sie wol zum eigensten gebrauch der hof- unddamengesellschaft besonders zu anfang und mitte des 13 jhs. vonhöfischen romanen hergestellt wurden, man denke etwa an dieGiefsener hs. des Iwein 1 . und in die erste hälfte des 13 jhs.weist auch die schrift, die dieselbe ist auf den streifchen des blattesaus dem ersten viertel des gedichts, wie auf den drei doppel-blättern aus dessen zweiter hälfte 2 . das z hat fast noch durch-gängig die alte, besonders dem 11 und 12 jh. eignende langgestreckteli -ähnliche form mit dem weit über das linienfeld emporragendenschaft. vereinzelt findet sich diese z-form ja auch sonst in hss.des 13 jhs., aber so durchgängig wird sie in solchen wol seltenzur anwendung gebracht, neben ca 280 solcher h - ähnlicher zstehen in unsern bruchstücken nur 9 der breitem aus dieser directentwickelten form, eine auf doppelblatt i (baz 5006), drei aufdoppelblatt hi (irbarmetz 7199, woltz 6771 und laz 7204) undfünf auf doppelbl. ii (daz 5172. 5211, darzv 5173, vaz 5226,einmal direct neben der ältern form im zweiten z von inbizzin5242) 3 . vom s kennt der Schreiber nur die lange f- form so-wol für in- und anlaut als für auslaut. über der zeile ans rangeschlossen findet sich einmal rundes s in chvmbir 8 5332. vomr gibt der Schreiber nur die form mit dem senkrechten schaft.umlautsdistinctionen über den buchstaben fehlen ganz, insbesonderealle striche über v (u) mit ausnahme des einen dv 5160 mit einemhäkchen über \. ebenso sind die striche über i höchst selten, dieselesehilfen, die zunächst im diphthong und dort zu erscheinen pflegen,wo ein i mit einem andern oder mit m, n zusammenstöfst, werdeneben erst in der zweiten hälfte des 13 und 14 jhs. häufiger, untermehr als 1000 i in solcher Stellung find ich in unserer hs. nur 18mit i-strich, uzw.: büagite 5189 (aber biiagin ohne striche 5348);werbin 5229, irfierbin 5230, grozin 5233, totin 5300, zen-dinne 5344, min 5352, girietin 5363, gibietin 5364, lidin 5439,cirfnidin 5440; ein 5200, gimeine 5333; leite 5076, ie 5356;

1 auch die Prager Floirefragm. des 13/14 jhs. gehörten zu einersolchen hs. kleinsten formats, s. Lambel s. 38 .

2 auch mein College hr prof. Steffens, ein kenner auf paläogra-phischem gebiet, datierte mir die hs. als jedes falls vor 1250 , jedoch kaumsehr viel früher geschrieben.

3 wider deuten auch die Prager fragmente auf ein original ausdem anfang des 13 jhs. mit ähnlichem z, s. Lambel s. 39 .