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Sulzberger schlug nun vor, auf dem SchaffhauserKongress nebenbei auch noch den Landfriedensfond in Be-,ratung zu ziehen. Die thurgauische Regierung ging aufden Vorschlag ein und gab Morell Auftrag zu Unterhand-lungen. Vom Kleinen Rat des Kantons St. Gallen, derkeinen eigenen Vertreter nach Schaffhausen abgeordnethatte, ging eine Vollmachtserklärung ein. 57 ) Gleichzeitighatte der neue Schulrat in Aarau, der an Stelle der Er-ziehungsräte von Baden und Aargau getreten war, ent-deckt, dass der Aargau trotz der Abtretung einiger Dörferder Grafschaft Baden an Zürich, die er sich 1803 hattegefallen lassen müssen, noch mitinteressiert sei und liessdurch den Kleinen Rat den Gesandten Reding ersuchen,gemeinsam mit Morell Verhandlungen über den streitigenSchulfond mit dem zürcherischen Gesandten anzubahnen. 68 )Dass Zürich gerade den Ratsherrn David v. Wyss nachSchaff hausen beordert hatte, schien einer Vermittlungförderlich zu sein; denn dieser hatte ja schon vor 2Va Jahrenin Bern mit Morell in der Angelegenheit unterhandelt.Allein David v. Wyss erklärte, dass ihm zu Beratungenüber den Landfriedensfond jegliche Vollmacht fehle. 39 ) Ergab zwar seiner Regierung durch Note vom 4. Februar1804 Bericht vom thurgauischen Antrag; 60 ) aber dieserMitteilung wurde keine weitere Folge gegeben. So ver-sagte der von Sulzberger in Bewegung gesetzte Apparatnoch einmal; aber die Möglichkeit einer Vermittlung wardoch in die Nähe gerückt.
57 ) Staatsarchiv Frauenfeld, Erziehungswesen 1799—1818.
58 ) Staatsarchiv Aarau, AA n 2. Schreiben des Schulrates vom5. Februar 1804.
59 ) Staatsarchiv Frauenfeld, Protokoll des Kleinen Rates vom4. Februar 1804.
60 ) Staatsarchiv Zürich, M M, 4. Februar 1804, Protokoll desKleinen Rates.