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Doch liegt drüben auch ein Dörflein, Versam, auf einemkleinen, grünen Fleck Wiese, der auf drei Seiten vonden weißen Kreidetrichtern umgeben ist, und seit einemJahr gellt und schrillt der Pfiff der Lokomotive, diehinaus nach Jlanz dringt, durch das gräßliche Chaos.Wenn das Glöcklein von Versam weltverloren Abend-srieden läutet, die letzte Amsel im Wald singt, die Sonnean den Klippen erlischt, die Raben krächzend über dieSchlucht fliegen, dann ist es, die Stimmen der Dämmerunggehen durch die Forste und Felsen, sie raunen: „Weiche,es wollen andere kommen, die nicht deine Freunde sind";die Sage schaut mit großen Augen aus den verschattetenGründen und bald, bald werden die weißen Frauenheroorschweben, die um die Felsen tanzen, die Reiter,die im Bergland erschlagen liegen, auf blutenden Pferdenziehen. Also zurück ins liebliche Flims, in die sommer-liche Welt von Gästen. Die wenigsten lieben die schauer-liche Schlucht von Versam. Nur Eine hat sich daran be-geistert und die Wildnis leidenschaftlich aufgesucht. Daswar die Kaiserin von Rußland, die Mutter des jetzigenZars, die bei ihren Aufenthalten in Flims tagelangeinsam durch die Dämonie der gottverlassenen Felsenstieg. Was die Kaiserin darin wohl träumen mochte? —