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Die Obstsorten im Thurgau im Jahre 1903 : : den thurgauischen Obstbauern gewidmet im Auftrage der Thurg. Naturforschenden Gesellschaft / / von F. Schwyzer-Reber
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Zwei andere Mitarbeiter sind der Ansicht, daß aus jederSorte Kernobst ein guter und haltbarer Saft erzielt werdenkönne, wenn jede Sorte in richtiger Zeit geerntet, im richtigenStadium gemostet und der erhaltene Saft kunstgerecht behan-delt werde. Das ist sicher bei manchen Obstsorten zutreffend,die hier genannt wurden, jedenfalls aber nicht bei allen.

Viele Familien in den größeren Ortschaften, die nichteigene Bäume besitzen, pflegen im Herbst Früchte zu kaufen,lassen dieselben pressen und kellern selbst den Most oder Saftein. Den meisten dieser Mostbereiter, wie auch noch manchemLandwirt, gehen aber die nötigen Kenntnisse nicht nur für dierichtige Auswahl der Obstsorten ab, sondern noch mehr die-jenigen für eine rationelle Behandlung des Getränkes selbst.

Wenn nun durch den Hinweis auf die vorzüglicherenMostsorten diese in Zukunft vorzugsweise angepflanzt werden,wird auch der Obstkäufer mehr nur noch passende Sorten zukaufen finden. Diese Sorten, die einzeln gemostet, gutenund haltbaren Saft liefern, sind im Durchschnitt auch wenigerempfindlich in der Verwertung zu Most. Damit werden dieKlagen über fehlerhaften Most sich verringern und selbst-verständlich der 'Mostkonsum sich heben, nicht zum Nachteilder durstigen Kehlen.

Nicht weniger wird auch der Export sich vergrößern,wenn vorzugsweise nur beste Mostobstsorten auf den Marktkommen, nicht mehr in einem bunten Durcheinander vonhunderterlei Sorten.

Es -wäre von Interesse zu erfahren, ob wirklich alle ge-nannten Sorten je einzeln gemostet worden sind; es wäre jamöglich, daß bei Nennung der Sorten keine „graue Theorie usich darunter gemischt hätte.

Als Norm für den Thurgau gilt, daß selten eine Obst-sorte für sich allein zu Saft oder Most verarbeitet wird, wiedies mehrere Mitarbeiter ausdrücklich bemerken. Es ist auchgar nicht zu bestreiten, daß Mischungen aus verschiedenenGründen: Wohlgeschmack, Haltbarkeit etc. zweckmäßiger sindund praktischer. Unter den Birnen geben die einen Sortensolchen Gemischen Kraft durch ihren Gehalt an Zucker, andereklären mit ihrem Gerbstoffgehalt, und die Aepfel mit ihrerangenehmen Säure befördern die Gesundheit des Trinkers und