IX.
lieber Kälteverhältnisse im XIX. Jahrhundert.
Von
Hrn. J. Mettler, Archivar der meteorologischen Zentralanstalt in Zürich.
Es wurden als Quellen benutzt:
A, Zur Frage über Frühlingsspätfröste.
1. Die Witterungsbeobachtungen des Herrn Dr. Schalch,Arzt, in Sehaffhausen, Jahrgänge 1794—1845.
2. Die Witterungsbeobachtungen in St. Gallen von D. M.,Jahrgänge 1813- 1825.
3. Die Witterungsbeobachtungen des Herrn Laffon, Apo-theker, in Schaffhausen, Jahrgänge 1830—1880.
4. Die Witterungsbeobachtungen des Herrn Pfarrer Beckin Lohn (1863—1871 met. Beob.), Jahrgänge 1848—1863.
5. Die Witterungsbeobachtungen des Herrn Eurrer inWinterthur, Jahrgänge 1858—1863.
6. Die Notizen, enthalten in den meteorologischen Tabellender Stationen Frauenfeld, Kreuzlingen, Dießenhofen (von 1881an); Schaff'hausen und Winterthur (letztere meteorologischeStation speziell berücksichtigend, weil diese Gegend für tiefeMinimaltemperaturen bekannt ist); beginnend mit 1. Dezember1863. Hiebei wurde unterschieden, ob Frost mit Schaden inden Reben oder an den Blüten der Obstbäume (kurzweg Frost)oder ohne erheblichen Schaden (Reif, Grasreif). Ferner wurdenauch die Jahre mit Schneefall im Spätfrühling notiert. AlsGrenzdatum wurde der 20. April angenommen, da Schneefalle,Reif, ja sogar Frost vor diesem Datum wohl selten Schaden zustiften vermögen, abgesehen von Frühobst- und Spalierbäumen.
Ferner wurde zu Rate gezogen die Broschüre: »DerWeinbau im Kanton Schaffhausen“, Verlag des Staatsarchivs