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Jakob Baechtold, Professor der deutschen Litteraturgeschichte an der Universität Zürich : : geboren den 27. Januar 1848, gestorben den 8. August 1897 / / Theodor Vetter
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(Berlin, Hertz 1894) herausgegeben werden. Im Spät-jahr 1896 kam die Arbeit zu ihrem Abschlüsse. Diedrei stattlichen Bände sind in Aller Erinnerung undin Vieler Händen; Bächtolds Methode hat Kritikergefunden, man glaubte da und dort größere Kürze,mehr Zurückhaltung fordern zu oürfc». Das alleswird nun in den Hintergrund treten gegenüber demgroßen und bleibenden Verdienst des Verblichenen.Denenthusiastischen Ton", den Keller verabscheute,hat Bächtold gemieden, er hat uns den Dichter, woimmer möglich, mit seinen eigenen Worten vor-geführt; er hat uns aber gleichzeitig und darinsehe ich das Unvergängliche in Bächtolds Schöpfung ein Bild des litterarischen Lebens in Zürich wäh-rend eines halben Jahrhunderts gegeben, wie wir esfeiner, origineller und zuverlässiger von keiner Seitehätten empfangen können.

Man sollte glauben, mit solchen Aufgaben sei dieZeit eines Menschen voll una galt« in Anspruch ge-nommen, und doch brachte es Bächtold fertig, nochmehr zu leisten. Er war unermüdlich darin, verbor-gene Schätze der Litteratur aus Tageslicht zu ziehenund sie der Mit- und Nachwelt in der feinsten Politurund Fassung zu überliefern. In Schaffhansen fander unter den Papieren Johann Georg Müllers (einesBruders Joh. von Müllers) anmutige Auszeichnungendie er 1881 mit der (ÜberschriftAus dem Her-tz e r s ch e n Hans e" (Berlin. Weidmann) heraus-gab; in Zürich prüfte er den Nachlaß von David Heß(17701843), der uns allen als Verfasser derBaden-fahrt" und derRose von Jericho", wie nicht wenigerals Herausgeber von Usteris Werken lieb und teuer ist,und veröffentlichte dann die Heß'sche Biographie desunglücklichen philanthropischen Schwärmers Joh. Ca-spar Schweizer (Berlin 1884). Seinem gelehrtenFreunde Reinhold Köhler in Weimar brachte er zum