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Andachts-Buch für Erbauung suchende Christen ohne Unterschied der Religion und ihrer Bekenntnisse zur Feyer der Charwoche
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63
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Vierte Betrachtung. 6z

ten daß ihn sein Vater erhöhen und verklärenwerde. Er kannte vollkommener, als je ein Menschsie kannte, je ein Mensch sie einzusehen im Standeseyn wird,, die Herrlichkeit jenes Lebens, die derergleich nach dem Tode wartet, die im Herrn ster«den. Ja er kannte diese nicht nur, sondern erwußte auch, daß sie ihm in vollkommenstem Maßezu Theil werden müsse wußte, daß er nicht nurAntheil an der Seligkeit haben werde, die er beyund mit Gott genoß, ehe die Welt war, sonderndaß ihn Gott als Regenten der Welt über alleserheben würde. Er wußte überzeugend, daß erdurch Leiden des Codes Zur Herrlichkeit erho-ben werden würde, hatte seine künftige Auferste-,hung vor Augen, hatte dem bußfertigen Schäcderdie Versicherung gegeben: Heute noch sollst dumit mir im Paradiese seyn. Er wußte also auch,daß sich seine Leiden bald endigen würden. Un-möglich konnten ihm mithin die Schmerzen des Lei-bes allen Muth so sehr benehmen, daß er in jenenamenlose Trostlosigkeit gerieth.

Hier müssen also noch ganz andere Ursachenverborgen liegen. Nie würden wir befriedigenduns die Sache erklären können, wenn nicht dieSchrift dis Dunkel erhellete, wenn nicht sie unsbelehrete: daß der Tod dieses Gottmenschenein Dpfer für die Sünden der Welt war. Füruns hat er gelitten und die Strafen ausgestanden,die wir verdienet hatten. Er war das LammGottes, das der Welt Sünden trug. Mehrals einmal hatte er es seinen Jüngern vorher ge-sagt , daß er in die Welt gekommen sey, sein Le-ben Zu einer Erlösung für viele, das ist, füralle Menschen dahin zu geben und aufzuopfern.Noch die vorhergehende Nacht vor seinen Leiden,da er sein Liebesmahl einsetzte, versicherte er, daß