228
aber unterwegcs in savoischen Verhaft. Mittlerweilewar der fteiburgische Zuzug. bis nach Morsee vvrgerükt.Hicher schikte die gemeineidgenössischc Taglcistung vonZürich aus eine Gesandtschaft, mit dem Vorschlage,daß sich sowol die freiburgischen als die savoischcn Trup-pen zurützichen sollren. Nur Unter der Bedingungwilligten die erstem ein, daß ihnen theils von demHerzogen, theils von den Genfern die Unkosten desZuges ausbezahlt werden. Auf das Zureden der qemein-eidgenöffischcn Gesandtschaft, hoben überdies Genf undFrciburg ihren Bund auf. Als den Urheber aller Miß-helligkeiten , suchte nun der Herzog Bcrthclicr in seineHand zu bekomnicn. So wenig fürchtete dieser denTod, daß er ihn vielmehr für die Erlösung von allenseinen Mühseliqkcitcn ansah., Als er jenes Tages sorg-los vor der Stadt lustwandelte, ließ ihn der bischöff-kiche Vidom ergreiffcn, und gcfänglich nach l'ISle schleppen. Die Wachen nethen ihm, bey dem gnädigenHerrn um Gnade zu stehen. Der Fürst, erwiderte er,ist nicht der Genfer Herr, und, wenn cr'S auch wäre,so bedarf ich keine Gnade, weil ich schuldlos bin. Obnedie germgste RechtSfopm wurde er von einem bischöffli-chen Prevüt zum Tode verurtheilt. Tief niedergeschla-gen, schwiegen die Genfer , aber die Frciburger beschwer-ten sich bey den Cantonen über die immer größer» Ein-griffe, sowol des Bischoffen als LeS Herzogen, in diegenfersche Gerichtsbarkeit, An die Stelle des bisherigen' Bischoffen