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Wirklich zerstreute sich der Dotksschwarm. Für ein-mal blieben die Reformirtcn verschont. Die Katholikenaber gaben die Hoffnung zu ihrer Vertreibung nicht auf»Anfangs des Jahres i;88. kamen sie mit dem Seiten-gewehre bey 40 Mann stark zu dem Landamman Meg-gelin, mit troziger Erklärung, daß sie in Appenzell nichtlänger zwo Religionen dulden werden. Mcggelin schiktesie-z». .dem Landamman Bodmer. Bodmer war imHerzen reformirt gesinnet, allein als Haupt des Staa-tes wollte er weder Liese noch jene Partei nehmen.Cr übergab die Sache dem Kirchört-Rath. (DemRathe des FlekcnS.) Den n6. Febr. r;88. mußte»die sämtliche» Reformirtcn von Appcnzell vor Ratheerscheinen. Oeffentlich, in Gegenwart des ungestüiu-mcn katholischen Pöbels, wurden sie zur Abschwörungder neuen Glaubens ermähnet. Auf ihre Einwendun-gen erhob sich unter dem Pöbel ein starker Tumult.Den Tumult stillte übermal Landammann Mcggelin.Dir RathScrkanntniß gicng dahin: i) die Rcsormirtcirsollen ausser dem Fielen Appenzcll keinem andern Gottes-dienst beiwohnen, r) Bey fernerer Widersezung werdensie des Gerichtes und Rathes unfähig , und in Zeit vonein paar Monaten des Landes venviesen. Auf dieseErkanntniß kehrten einige Reformirte äusserlich in denSchoos der katholischen Kirche zurük, andere verliessenHaab und Gut, und retteten sich nach St. Gallen, »mehrere wollten da« Aeufferste abwarten. Am nächste»
Sonntage
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