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Elsaß gezogen. Den ri. April kam der österreichischeKriegeöoberst Baldiron von Thür in den Pttttigau.In Gegenwart der KriegeSvolkcS drang er den Pretti-gauern den katholischen Gottesdienst a»f. Wenn wir,schrien sie, auf jede andere Freiheit Verzicht thun, s»beharren wir gleichwSK bey der Gewissensfreiheit. —Umsonst, daß Baldiron die Sachwalter des Volke-,den Ammann Jost Crest und Johann Sprecher, ge»fänglich nach dem Schlosse Castcls wegschleppen ließ;die Prettigaucr wiederholten die Erklärung: Lieber ausdaS lczte Stük Brod, al« auf die Bibel, das Lebens»brod, thun wir Verzicht! — Gegen den heiligen En-thusiasmus hielt c« Baldiron nicht aus. Erschrakenkehrte er auf Chur zurük. Sogleich nach seiner Abreisebestürmten die Prettigaucr das Schloß EastclS. DieOestreich« verschanzten sich bey dem Kirchhofe. Alsman in der Kirche das Schießpulver austheilte, fielvon vhngefähr Feuer inS Pulverr das Gewölbe derKirche zerschmetterte. Unter dem Schütte sanken zehnMann ein; die übrigen wurden von den Prettigauecnerschlagen. Auch daS schwächere Geschlecht verfolgtedie Feinde. Salame Leonard allein hatte mit demKolben sieben Oesterreichs erlegt; Catharina Haberstrauriß einem Soldaten das Schweröl aus der Hand, undsäbelte ihn nieder. Aller Orten flüchteten sich dirOesterreich «; die Prettigauer ergriffen ihre zurükgelasse«nen Waffen, und jagten dcu Feind über dir Gränze.
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