sollte das Kreuz senken. Die Stadt Ankte den Ge-richtschreiber »ach der Abtcy, mit Vcrdcute» : Beykünftiger ähnlicher Verlezung der Verträge werdeman die Stadtthore versehliessen. Den -5. Apriltrug ein Priester daö Kreuz abermal aufrecht. Da-durch erbitterte er die Stadtbürger so sehr, daß derGcrichtschreiber nicht ohne Mühe Thätlichkeiten ver-hinderte. Inr Vermeidung grösser» NnfugeS be-schloß man die Thore. Unter den Mauern zückteein Dicnstmann des AbteS den Degen» Ein Stadt-wächter schreite ihn mit den, Geschosse. Auf beide»Seiten schwellte sichrer Volkshaufen. Schon stürm-ten die Gotteshauslcute, bey 2000. Mann stark,auf die Stadt los. Nun verrammelten die Stadt-bürgcr das Klosterthor, und pflanzten vor die Abteivier Stücke grobes Geschüze. Ohne Kreuz undFahnen mußten die Prozeßioncn heimziehen. Nachihrem Heimzuge führten die Bürger das Geschüzab, und öfnetcn den Zugang zum Kloster. So woldie Stadt als die Abtei wendeten sich um Rathund Beistand an Zürich. Zürich theilte den andern(reformierten) Kantonen einen vorläustigcn Berichtmit. Den zo. April erschienen in der Stadt St.Gallen Gesandte von Zürichs und / auf ihre Einla-dung , zugleich auch Gesandte von reformiert Appen -zell. Der Abt hatte sich nach Rorschach begeben«.Die Gesandten besorgten, daß sie nicht, ohne sich
selbst