tu rauben/ können wir weder die alten Verträgemit Frankreich aufheben, noch die Truppen zurükberufen, übrigens werden wir weder neue Wer-bungen gestatten, noch im Geringsten die Neutra-lität verlezen. Auf einmal sperrte ihnen der Kaiseralle Zufuhr. Haufenweise trieb der Hunger dieLeute über die Grenzen. In Graubündten, beson.derö im Prettigau, entstand wegen der österreichi-schen und mailändischen Fruchtspcerunq ein gewalt-samer Tumult. Verschiedene Häupter wurden, alsfranzösischgesinnt, mit Geldbussen belegt. Auch inZürich und Bern verfolgten sich die entgegengcseztcnParteien. Ganz unvermuthet wurde in Bern einevornehme Dame, Frau von W"', ins Gefängnißgeworfen, von sechSzehn Bürqcr» bewacht, an dieFolter geschlagen. Man beschuldigte sie eines ver-ratherischen Briefwechsels mit dem französische»Bottschafter, Amelot. Ein junger Franzose und an-dere von ihren Bekannten wurden gleichfalls in Fes-seln gelegt. Schon bereitete man die Dame zumTode. Auf einmal ließ man sie ledig. Man er-klärte den vorgeblichen vcrrätherischcn Briefwechselblos als galante Intrigue. Schon war Wilhelmvon Oranien von allen Mächten als König vonEngland anerkennt, nur von Frankreich und vonden katholischen Kantonen allein nicht. An die ge-sammte Eidgenossenschaft hatte er seine Lhronerhe-
bung