formen wollte man nicht einseitig der Obrigkeit al-lein überlassen. Man schrie über Neuerung, übergefährliche Folgen. Jeder schrie in seinem eigenenGeiste und hatte seine besondere Absicht , sämmtlichaber vereinigten sie sich zur Erweckung des Miß-trauens. Auf der Ueberschrift der Kirchenordnun-las man die Worte : cum »Iiüoritate euxeriorum»Solche Worte, hieß es, braucht nur entweder einLandvogt oder ein Icsuite. Eine solche Spracheduldet ein freies Volk nicht. In einem Edikte vomlü Merz 166-, entschuldigte sich die Obrigkeit, undstellte eö den Gemeinen frey, Gott entweder «achder neuen oder nach der alten Äirchenordnung zudienen. In jeder Gemeine hielt man hierauf Kirch-HLriueil, (Versammlungen) und wählte nach Be-lieben diese oder jene Kirchen - Agenda. Auf derLandesgcmcine selbst verwarf man mit Mehrheit derStimmen die verbesserten Landes » und Ebcgeseze,und die Glieder des ReformalionSkommitt« verfällt«man zur Bezahlung aller hierüber ergangcnen Ko-sten. — Wenn hier gegen den Ncuerungsgeist da«Volk eiferte, so eiferte dagegen anderwärts die Re-gierung.
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