Zürich die Bürger zur Beschränkung der oligarchi -'schcn und Familiengewalt wichtige Vorschritte ge->wagt. Verführerisch glaubten ein solches Beyspieldie Regierungen. Kcinesweges ungern sahn sie,daß in Genf eine verschwisterte Regierung den Ver-such machte- sich je länger ie mehr ein höheresAnsetzn zu gebe». Im I. 1714. schrieb in Genf der grosse Rath, zur Beförderung des FcstungebauS,auf zehn Jahre eine neue Auflage von jährlich 10,00«Lhlr- aus, und zugleich entlehnte er von der Bür-gerschaft ein Kapital von 270000 Thalern, um ei-nen Zins von drei per Lcnt. *) Im I. 171;. mur-reten unter der Bürgerschaft mehrere, daß ohne ibreEinwilligung eine neue Auflage erkennt worden sey.Im I. 1718. verbreitete man zwey Sendschreiben,worin man der Regierung unrechtmäßige Anmaas-snngcn vorwarf. Die Regierung verbot solcheSchriften ; sie bedachte nicht, daß 'sie nach demVerbote nur desto begieriger werden aufgesucht wer-den , daß sie bey verborgenem Herumschleichen nochkräftiger wirken, als bey öffentlicher Verbreitung,und daß, auch ohne Schriften, blos das eigene;unmittelbare Interesse die Bürger über die Recht-mäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit einer neuen Auf-lage aufklären werde. Von einem Jahre zum an-dern
*) Tremblcy's bkomoire jalkikeatik lind Helpet,Biblioth. St. lll. s. -47.