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Die allgenugsame Gnad und mächtige Krafft Christi in den Schwachen! : gezeiget den 3ten Augstmonat 1720 in gehaltner Leich-Predigt ueber 2. Corinth. XII. v. 9 bey hochansehnlich- und Christlicher Bestattung dess Hochgeachten, Wol-Edlen, Wol-Fürnehmen, Fürsichtig und Weisen Herrn Hrn Andreas Kuncklers .. auf vielmahliges Begehren übergeben / von Jacob Zollikofern
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j Leich-Predigt. _^7

iällen, auch den geringsten/ mit denen er umgegangen,insonderheit lebte er mit seinem getreuen und geliebren / nunmehr sehr betrübten Ehe-Gemahl in guter/ftiedsam und vernügter Ehe und Einigkeit; liebte dieSeimgen hertzltch/ und unter denselben sonderbar seinelieben Groß - Kinder / die ihme wegen ihrer schönenGaaben/ und danahen gemachten guten Hofnung/ sodann gegen ihn bezeugten inniglichen Liebe viel Freudverursachet; die er auch als ein treuer Groß: Vatterbey allen Anlässen von Hochmuth und Eigensinn ab/hergegen zur Gottesforcht/ eyferigem Gebätt/ fleisst-gem Lernen/ Dienstfertigkeit und Demuht nach Ver-.mögen angemahnet / mit Verheißung: Wo sie seinenrreu-gemeinten Errinnerungen gehorchen / so werdensie den reichen Seegen deß Höchsten ererben / und aufsich selbst fortpflanzen. Wie er nun auch feine Män-gel und Gebrechen gehabt/ also hat er dieselben / undfein grosses sündliches Elend fürnemlich in seiner lerstenKranckheit / mit der Ihn der liebe CMtt von siebenWochen her gantz gnädig und vätterlich heimgesucht/m Demuth erkennt und bekennt: So dann in der Thaterfahren / daß die Welt mit allem ihrem Reichthumund Herrlichkeit in der Noht nit helffen könne; sondernallein die Gnad GOttes / und der köstliche VerdienstJEsu Christi genugsam sey zu unserem Trost in Nohtund Tod. In seinem Testament und letsten Willenhat er schöne i^ara verordnet und vermachet an Kir-chen / Schulen hie und anderstwo/ an das WaisensHauß und in den Geistlichen Wittwen-Seckel. Beyzunehmenden Schwachheiten bezeugte er gegen einen»ihme sehr lieben und nahe verwandten Prediger: Erfeye bereit / wann GOtt komme / mit Beyfügen rHERR/ ich warte auf-ein Heyl.' Begehrte auch/daß man mit ihme nicht als mit einem V erwandten/

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