Letcb-predigt.
Werck der Sellgken zu vollenden. Dieser Trost Grund
war auch bey dem Apostel so krafftig / und vernügteihn so vollkommen / daß er alsobald hinzufüget: Darumwil ich mich am allermeisten rühmen meiner Schwach-heit / auf daß die Rrafft Christi bey nur wohne.Dann wann ich schwach bin / so bin ich starck.
Und so viel zur Erklärung unserer Text r Wor-ten / welche wir auch noch zu mehrer Erbauung unszueignen wollen.
Laß gnugsam seyn/ sage mir darvon nicht mehr.So antwortete vormahls GOtt der HErr dem Most/als er zu ihme gebättet: HErr / HErr! du hast an-gehoben zu erzeigen deinem Anecht deine Herrlich-keit und deine starcke Hand. Laß mich gehen undsehen das gute Land jenseit dem Jordan/ dieß guteGebürg und den Libanon. Moses war wie Paulusein grosser Mann von sonderbaren Gaaben/ der mitGOtt so gemeinsam umgieng wie ein Freund mit demanderen. Aber er hatte bey seinen Gaaben auch feinenPfal im Fletsch. Er mußte nicht allein das mürrischeund wiederspanstige Volck Zsrael ertragen / warum erder geplagteste / aber auch sanfftmühtigste MenschaufErden genennet wird; sondern er offenbarere auchseine Schwachheit/ da er sich beym Hader-Wasser anGOtt durch Unglauben versündiget. Danahen wur-de ihm seine Bitt um den Eingang in das gute LandKanaan abgeschlagen / so daß er nichts mehr dörffendarvon sagen / und heißt: Laß genug seyn z sey zufrieden mit der Gnad/ die dir so reichlich widerfahrenin deinem Leben/und mit der Herrlichkeit/ die auf dichwartet im Himmel.
Bist du dann/ L gläubiger Ahnst / von deinemguten GOtt mit allerhand Güteren / Gnaden undGaaben Leibs und der Seelen gesegnet. Hat er dir
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