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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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89
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Julius.

So sehr können sie mich verkennen? (MittzSürde r)ein Allemannier würde mich richtiger beurtheilen; Ichsah den Tod schon nahe, und immer unentfärbt.(Mit allerStandbaftigkeit.) Ich wiederhohle es, ichbin kein Verrathet, kein Feind des Vaterlandes.aber ich habe sein Gesetz verlezt; und ich erwarte dieStrafe, die es bestimmt. Ich habe mich unterstamden die Befehle der Väter Helveticas zu stürzen; und,waS mich noch sträflicher macht, ich fühle "keine Reueüber meine Handlungen. Sie müssen sich rächen;das Gesetz ist so klar, als es gemein, und unumstöß-lich ist; sie sind sein Handhaber, mein Richter. Siedürfen mich nicht schonen; und wenn sie ein Helvertier, ein Haupt des Staats sind: so bin ich ihnenein widerspenniger Bürger, ein Aufrührer, ein Ver-brecher sonst nichts. Meine Mitbürger sind ih-re Söhne; nicht ich.

Cajus.

So muß ich dich auch wider Willen erkennen?in dieser Entschloßenheit meinen Sohn finden? OJulius! Julius! diese Lorber, dieser Heldenmuth,und solch eine niedrige Treulosigkeit! ein so scheußli-ches Gemeng von grossen Tugenden, und häßlichenLastern! das Vaterherz blutet, das dich rettenwollte (kläglich) und nicht kann. AberJuliuS! wenn dir je dein Vaterland theuer war;wenn es wahr ist, daß du es noch liebest; 'wenn dirje Ehre , und Ruhm schmeichelten: so verewige bei,-en Namen! verherrliche deinen Tod! stirb als ein

Held,