95
) O ( eA»
Valerius.
O Julius! welch eine grauenvolle Wahl! ei»Empörer: oder der Mitschuldige deiner Mörder.
- —. ( Sich schnell cntschlicffcnd:) nein, ich
will gegen den Freund, und den Bürger meinePflicht erfüll?», ich will dem/Volke die ganze Ver-schwörung, deine Unschuld, alles entdecken.
Inliuo.
Unüberlegter! und den Vater hinrichten.
Valerius. (Mit Schrecken.)
Den Vater? O Abgrund! v Finsterniß! nur2 od , nur Ze> uicktung, nur Schmach um mich her!(Sprachlos, und eine Weile in einer stumme» Betäu-bung. --- dann tief nachdenkend, zerstreuet, und mitunkerbrochncn Sätzen: ) mein Leben wird man für das
deinige nicht annehmen ? - aber, wenn ich
meinem Barer zu Gemüth führe; - wenn ich
ihm 'alle Folgen dieser Offenbahrung - Tod,
und Schande vorstelle; wenn ich dann ohnmächtigzu seinen Füssen sinke —— er wird geschreckt,erschüttert, er muß gerührt seyn; er muß selbstdein Fürbitter werden. — — Sein Fürwort ver-mag alles, wenn er für Julius spricht-. Und
wrn» ich vor deinen Richtern auf den Knien liege;wenn ich ihnen meine sterbende Schwester zufüh-re; —- wenn ich von deinem gefühllosen Vaterdas Leben seines Sohns federe — er muß mensch-lich, sie müssen erweicht werden.