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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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Valerius.

O Julius! welch eine grauenvolle Wahl! ei»Empörer: oder der Mitschuldige deiner Mörder.

-. ( Sich schnell cntschlicffcnd:) nein, ich

will gegen den Freund, und den Bürger meinePflicht erfüll?», ich will dem/Volke die ganze Ver-schwörung, deine Unschuld, alles entdecken.

Inliuo.

Unüberlegter! und den Vater hinrichten.

Valerius. (Mit Schrecken.)

Den Vater? O Abgrund! v Finsterniß! nur2 od , nur Ze> uicktung, nur Schmach um mich her!(Sprachlos, und eine Weile in einer stumme» Betäu-bung. --- dann tief nachdenkend, zerstreuet, und mitunkerbrochncn Sätzen: ) mein Leben wird man für das

deinige nicht annehmen ? - aber, wenn ich

meinem Barer zu Gemüth führe; - wenn ich

ihm 'alle Folgen dieser Offenbahrung - Tod,

und Schande vorstelle; wenn ich dann ohnmächtigzu seinen Füssen sinke er wird geschreckt,erschüttert, er muß gerührt seyn; er muß selbstdein Fürbitter werden. Sein Fürwort ver-mag alles, wenn er für Julius spricht-. Und

wrn» ich vor deinen Richtern auf den Knien liege;wenn ich ihnen meine sterbende Schwester zufüh-re;- wenn ich von deinem gefühllosen Vaterdas Leben seines Sohns federe er muß mensch-lich, sie müssen erweicht werden.