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Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
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theuren Gefährten sich zu trennen. Indessen wagtees doch eben so wenig, als des Morgens, seinenZorn zu äußern. Ruhig zogen also beyde ihre Straßefort, bis zur Abenddämmerung, wo der Fremdeendlich in einer elenden Schenke, die in der Mitteeines dichten Waldes lag, einkehrte, um hier dieMacht zuzubringen. Karl vergaß über der Hoffnung,Hier eine gutbereitete Mahlzeit zu finden, seinenGroll, und selbst die Unreinlichkeit, die er überallerblickte, schien ihm kaum aufzufallen. Aber wiederbetrog er fich. Statt einer kraftvollen Suppe brachteman ein Gemengsel von schwarzem Brod und sieden-den Wasser, auf welchem an der Stelle der Acug- .lein des Fettes ein Heer von Fliegen schwamm;

. dann ward ein Stück, schon rum Theil in Fäulungübergegangenen Speckes aufgeschüßelt, dessen Anblickt»rum Erbrechen reizte und mit einem Käse, den Wür-mer durchlöchert hatten, ward die Mahlzeit gekrönt.Abgestandenes Bier, das dem Pfüzenwasscr glich,war der Trank bey diesem Schmause. Karl zwangsich zu essen und zu trinken. Aber, so sehr ihn auchhungerte und dürstete, so vermochte er's doch nicht,den Eckel zu überwinden. Eine Thräne kam ihmin's Auge und schwer fiel ihm der Gedanke aufsHerz: So wär's nicht im Hause meines Vaters.Ermüdet durch dte werte Reise, forderte er ein

Bette.